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Kultur in der Coronakrise Schnäppchen machen und Gutes tun? Versteigerung gespendeter Werke soll Künstlern in Not helfen

Eine Auktion von Werken internationaler Künstler soll Kulturschaffenden in der Coronakrise helfen (Symbolbild)
Eine Auktion von Werken internationaler Künstler soll Geld für Kulturschaffende generieren, die wegen der Coronakrise in Not geraten sind (Symbolbild)
© Oliver Berg / Picture Alliance
Wegen der Corona-Pandemie kämpfen zahlreiche Kulturschaffende derzeit um ihre Existenz. Die Künstlernothilfe sammelt Geld, um ihnen zu helfen - und versteigert dafür gespendete Werke renommierter Künstler.

Die Coronakrise macht der Kulturszene schwer zu schaffen. Filmemacher, Musiker, Künstler, Schauspieler, Veranstalter und viele andere Kulturschaffende stecken wegen der Schließungen oder des eingeschränkten Betriebs von Konzerthäusern, Theatern, Kinos, Museen und der Absage von Events in großen finanziellen Schwierigkeiten. Nicht wenige sehen sogar ihre Existenz bedroht.

Gemeinsam mit Kulturschaffenden hat die Internetplattform Elinor deshalb die Kunstnothilfe ins Leben gerufen. Sie sammelt Spenden, die nach Angaben der Organisatoren abzüglich der Kosten für die Geldtransaktionen vollständig an in Not geratene Kunst- und Kulturschaffende ausgeschüttet werden. Fast 140.000 Euro sind so bereits zusammengekommen. Auch die Stiftung stern konnte dank der Hilfe der stern-Leser 20.000 Euro an die Kunstnothilfe überweisen.

Betroffene können bei der Kunstnothilfe unkompliziert eine einmalige Soforthilfe beantragen. Mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler wurden laut Elinor bereits mit bis zu 1000 Euro unterstützt. Doch die Anfragen nehmen zu. Darum soll eine Auktion weitere Spenden generieren.

In Kooperation mit der Berliner Galerie Kornfeld versteigert die Künstlernothilfe seit Anfang dieser Woche mehr als 25 geschenkte Bilder und Werke renommierter Künstlerinnen und Künstler, darunter Valérie Favre, Tammam Azzam, Christopher Lehmpfuhl, Armin Boehm und Elvira Bach. Die Auktion dauert noch bis zum 17. Mai.

Mitgeboten werden kann den Organisatoren zufolge in 50-Euro-Schritten unter der Webseite www.elinor.network/auktion. Dort sind auch die einzelnen Werke und das aktuelle Höchstgebot zu sehen. Auch die hier erzielten Erlöse kommen demnach zu 100 Prozent der Kunstnothilfe zugute.

mad

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