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Udo-Lindenberg-Ausstellung: Lindiismus und Udopie

Der Rocker mit dem Schlapphut zeigt seine Welt: Udo Lindenberg will eine Stück deutsch-deutscher Geschichte lebendig machen und stellt unter dem Titel "Bunte Republik Deutschland" seine Kunstwerke in Hamburg aus. Trotz seiner Popularität ist noch ein Herzenswunsch von Lindenberg offen.

Likörelle, ein goldener Trabi und das Modell des "Sonderzugs nach Pankow": Panik-Rocker Udo Lindenberg, 61, will auf seine eigene Art ein Stück deutsch-deutsche Geschichte lebendig machen. Beim Axel-Springer-Verlag eröffnete Lindenberg gemeinsam mit der Bild-Zeitung und prominenten Gästen am Mittwochabend in Hamburg die Ausstellung "Bunte Republik Deutschland". "Ich stelle oft fest, dass junge Fans Geschichte gähnend langweilig finden, doch über meine Action-Kunst, Partys und Songs steigen sie gern in die Historie ein", sagte der Musiker.

Rund 100 Bilder aus dem Atelier des Künstlers, der seit mehr als zehn Jahren die Malerei zu seiner zweiten Leidenschaft neben der Musik gemacht hat, werden präsentiert. Bekannte Motive des "Lindiismus" wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) oder die Quadriga des Brandenburger Tores sind dabei ebenso zu sehen wie die berühmten "Likörelle", die der 61-Jährige mit verschiedenen Likören malt. Auch die Lederjacke und die Gitarre, die der Deutschrocker einst Erich Honecker überreichte, sowie die Schalmei, die er im Gegenzug erhielt, werden gezeigt. Dazwischen Auszüge aus Stasi-Akten, und der goldene Trabant, den er 1991 vom Werk in Zwickau bekam.

Zur Vernissage kamen prominente Fans, Schauspieler Heinz Hoenig rockte gemeinsam mit Lindenberg und der Musiker selbst stimmte Hits wie "Cello" oder "Hinterm Horizont geht’s weiter" an. Großer Wunsch des Rock-Pioniers: ein dauerhafter Stammplatz für die Panik-Schau. "Meine Ausstellung ist so wie ein Raumschiff - ein Zeitengleiter. Vom Panik-Museum direkt nach Udopia, in die Udopie."

DPA / DPA