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Künstler im Gespräch: Lettering: Warum Handschrift plötzlich wieder richtig angesagt ist

MayandBerry haben sich im kreativen Bereich selbständig gemacht. Sie geben Illustration- und Lettering-Workshops. Wir haben mit Yasmin und Sue, wie die beiden mit echtem Namen heißen, darüber gesprochen, warum der Trend derzeit immer größer wird.

Sue und Yasmin links auf dem Bild. Rechts sieht man ein Lettering

MayandBerry bei der Arbeit

Von der Postkarte bis zur Tragetasche – derzeit gibt es an jeder Ecke Accessoires und Produkte mit Handschriften-Aufdrucken zu kaufen. Der Hype geht so weit, dass immer mehr Künstler aus dem Trend ein Business machen können.

Zwei Künstlerinnen, die genau das tun, sind Yasmin und Sue aus Bonn. 2016 lernten sich beide auf einem Designmarkt in Bonn kennen. "Uns wurde schnell klar, dass wir die selben Träume und Wertvorstellungen haben und beruflich einen ähnlichen Weg anstreben", sagten die beiden dem stern. Im selben Jahr eröffneten sie unter dem Namen "MayandBerry" ein Studio, in welchem sie bis zu sechs Mal im Monat Workshops zum Thema "Handlettering" und "Watercolor" anbieten. Inzwischen haben Sue und Yasmin über 14.000 Follower auf Instagram und die Fangemeinde wächst und wächst. 

"Handlettering" oder auch "Brushlettering" ist die Kunst, Buchstaben zu illustrieren oder auch zu zeichnen. Dafür werden oftmals Brushpens oder Pinsel verwendet, die eine besonders flexible Spitze haben. Die Illustrationen werden mit Wasserfarben erstellt. Diese sind oftmals einfach gehalten und werden häufig mit einem Lettering kombiniert.

Warum ist Lettering so angesagt?

MayandBerry sehen Lettering als Ruhepol: "Der Trend ist wahrscheinlich die natürliche Reaktion der Menschen auf Reizüberflutung, Stress und Konsum." Sie genießen die Zeit, in der das Handy oder der Computer mal nicht zum Einsatz kommen. Dabei entsteht ein hoher Entspannungsfaktor, denn ein Wort zu "lettern" dauert länger, als ein Wort zu schreiben. "Die Teilnehmer, die zu uns kommen entspannen sich innerhalb von ein paar Minuten und vergessen alles um sie herum", haben MayandBerry in ihren Workshops festgestellt.

Bei Brushlettering dient die eigene Handschrift als Grundpfeiler. Kombiniert mit etwas Kreativität können richtig schöne Werke entstehen. Genau das ist es auch, was die Menschen so in den Bann zieht. Sie erstellen aus eigener Fantasie Kreationen, die sie im Optimalfall auch noch verschenken können – sei es als Grußkarte oder Wandbild. 

Den Einstieg in die Lettering-Welt vereinfacht, dass jeder mit Stift und Papier sofort loslegen kann, im Gegensatz zur Kalligrafie: "Regeln wie bei der klassischen Kalligrafie sind nur am Rande vorhanden und man kann sich richtig schön kreativ austoben."

MayandBerry empfehlen Anfängern: "Es reichen Stift und Papier, um die ersten Schritte zu gehen. Mit einem Kugelschreiber, Bleistift oder Filzer können bereits wunderschöne Schriftzüge entstehen. Auch das Papier ist dabei erstmal zweitrangig." Wer also gerne mal den Stift zückt, sollte diesen Trend nicht unbeobachtet lassen. 


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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.