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AC/DC: Verstärker auf und durch

Schwerer Schlag für AC/DC: Gründer Malcolm Young ist an Demenz erkrankt. Die Show geht trotzdem weiter, gerade erschien das neue Album.

Von Alf Burchardt

Unverkennbar AC/DC: Angus Young (r.) in seiner charakteristischen Schuluniform auf der Bühne bei einem Auftritt im Jahr 2009. Neben ihm Sänger Brian Johnson und im Hintergrund Malcolm Young.

Unverkennbar AC/DC: Angus Young (r.) in seiner charakteristischen Schuluniform auf der Bühne bei einem Auftritt im Jahr 2009. Neben ihm Sänger Brian Johnson und im Hintergrund Malcolm Young.

Der Text über AC/DC erschien in der stern-Printausgabe Nr. 48 am 20. November 2014.

Der Rock ’n’ Roll sah auch schon einmal besser aus. Heute kommt er als kleiner, alter Mann daher, die Haare hängen dünn und strähnig herunter, und als er den Raum betritt, geht er leicht gebeugt. Es scheint, als drücke Angus Young eine schwere Last. 1,58 Meter ist er groß, und ein Leichtgewicht war er immer. Nun, mit 59 Jahren, wirkt er nahezu zerbrechlich.

Es ist kaum zu glauben, dass dieser Angus Young im nächsten Jahr wieder mit den australischen Hardrockern von AC/DC über die Bühnen toben wird, verwrungen mit seiner Gitarre, im Hintergrund Verstärkertürme, vor ihm Zehntausende von Fans. Noch schwerer vorstellbar, dass er dabei – wie immer – eine Schüleruniform mit kurzer Hose tragen wird, einst die Idee seiner Schwester und sein Markenzeichen seit Gründung der Band.

Doch ja, die Rock ’n’ Roll-Maschine AC/DC läuft sich wieder warm. Ein neues Album, das 15., erschien am 28. November. Gerade war Young in England, um dort gemeinsam mit dem Sänger Brian Johnson Werbung zu machen. Jetzt besucht er Deutschland und beantwortet die Fragen der Journalisten vom europäischen Kontinent, zusammen mit dem Bassisten Cliff Williams, der aus Florida eingeflogen ist. Anschließend reisen beide in die USA weiter.

AC/DC betreiben das Spiel mit dem Rock ’n’ Roll schon seit 40 Jahren. Sie haben sich aus den kleinsten Clubs auf die größten Bühnen gespielt. Ihre Alben haben sich mehr als 200 Millionen mal verkauft. Sie gelten – ist da noch jemand anderes? – als größte Rockband der Welt. Angus Young war von Anfang an dabei, er kennt das Geschäft zur Genüge. Pressetermine absolviert er stets höflich und aufmerksam, aber diese Werbereise ist für ihn eine ganz besondere, denn sein Bruder Malcolm, der die Band einst gegründet hat, ist nicht mehr dabei. Er sitzt in Sydney und hat vergessen, dass es so etwas wie AC/DC überhaupt gibt.

Malcolm ist das sechste von acht Kindern der Familie Young, die 1963 aus beruflichen Gründen von Schottland nach Australien auswanderte. Mit 15 schmiss er die Schule, versuchte sich zunächst in verschiedenen Bands und gründete schließlich 1973, mit 20 Jahren, AC/DC. Er holte erst seinen Bruder Angus dazu, dann die anderen Musiker, er war und blieb der musikalische Direktor. Ihm fielen die Akkorde zu "Hells Bells" oder "Thunderstruck" ein, Songs, mit denen der Hardrock der Australier zur Volksmusik wurde.

Als die Band an ihrem letzten Album "Black Ice" arbeitete, beschlich Angus erstmals der Verdacht, mit seinem Bruder könnte etwas nicht mehr stimmen. Er vergaß Verabredungen; er saß mit den anderen Musikern zusammen und wirkte doch ganz weit weg. "Malcolm hat Sachen gemacht, die er sonst nicht gemacht hatte, die einfach nicht Malcolm waren", erzählt Angus im Gespräch. "Ich habe ihm gesagt: Bruder, du brauchst Hilfe, du brauchst jemanden, der sich um dich kümmert."

Diagnose: Demenz. Mit 61

Aber dann gab es immer wieder Phasen, in denen Malcolm noch der Alte war, der Rock ’n’ Roller. Er half, das Album fertigzustellen, er ging mit auf Tour, und als es danach wieder ruhig wurde um AC/DC, war das erst einmal nicht ungewöhnlich. Superstars nehmen gern Auszeiten, um ihre Hobbys zu pflegen. Gerüchte über eine angeschlagene Gesundheit Malcolm Youngs gab es schon länger, im April dieses Jahres gab das Management der Band dann bekannt, der Musiker würde sich "wegen gesundheitlicher Probleme" vorerst zurückziehen. Im September folgte die Nachricht, dass er an Demenz leide und aus der Band ausgeschieden sei.

AC/DC waren lange Zeit bekannt dafür, in Sachen Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll wenig auszulassen. Aber dement mit 61 Jahren? Das sei ja noch nicht so furchtbar alt, seufzt Angus. "Als die erste Diagnose kam, gaben sie ihm eine Medizin, die zunächst ein wenig geholfen hat", sagt er. "Aber leider lässt sich die Sache nicht aufhalten." Natürlich habe er immer wieder mit ihm gesprochen, gefragt, ob er beim neuen Album dabei sein wolle. Klar, habe Malcolm gesagt, er mache so lange weiter, bis es nicht mehr ginge.

Malcom Young (hier bei einem Auftritt im Jahr 2010) gründete AC/DC 1973 mit seinem Bruder Angus und hatte bis zu seinem Ausscheiden das Sagen.

Malcom Young (hier bei einem Auftritt im Jahr 2010) gründete AC/DC 1973 mit seinem Bruder Angus und hatte bis zu seinem Ausscheiden das Sagen.

Und dann ging es wirklich nicht mehr. Malcolm Young ist heute ein Pflegefall und lebt in einem Heim in Sydney. "Soweit ich es beurteilen kann, geht es ihm gut", sagt sein Bruder. "Er ist jetzt in einer neuen Welt und wirkt da auch glücklich." Seine Frau kümmert sich um ihn und die beiden Kinder, viele Nichten und Neffen kommen auf Besuch. Und natürlich die Geschwister, alle sieben.

Wenn Angus von seinem Bruder spricht, wirkt er noch ein bisschen kleiner und verlorener. Malcolm war der große Bruder. Er hatte ihm die Möglichkeit gegeben, sich seinen Traum zu erfüllen: in einer Band Gitarre zu spielen. Und so spielt Angus jetzt weiter, auch auf dem neuen Album, ein wuchtiges Werk nach bewährter Art. Ja, da stecke noch viel von Malcolm drin, sagt er, sie hätten stets über die Jahre ihre Ideen gesammelt, einige kamen dann gleich auf das nächste Album, andere fanden erst später Verwendung.

Auflösen? "Das hätte Malcolm nicht gewollt."

Es gibt Menschen, die erzählen, Malcolm sei AC/DC ein strenger Chef gewesen. Den Schlagzeuger Phil Rudd warf er nach Meinungsverschiedenheiten 1983 aus der Band, erst zwölf Jahre später durfte er zurückkehren. #link;http://www.stern.de/panorama/acdc-drummer-phil-rudd-staatsanwalt-zieht-anklage-wegen-mordkomplott-zurueck-2150980.html;Rudd sorgte kürzlich für Schlagzeilen#, weil er unter Verdacht stand, einen Mord in Auftrag gegeben zu haben. Bereits 24 Stunden später hieß es: Anklage wieder fallen gelassen. Für AC/DC drohte die Angelegenheit dennoch zu einem PR-Gau zu werden. Über Rudd will Angus Young deshalb nicht sprechen, dafür gern noch weiter über seinen Bruder: Hart? Unerbittlich? Nein, Malcolm hätte die Band zwar bestimmt, aber ruhig geführt.

Nach dem Ausscheiden des Masterminds kam von vielen Seiten der Vorschlag, AC/DC mögen sich doch pietätvoll auflösen – schließlich gäbe es für sie nichts mehr zu beweisen. Wer diese Idee ausspricht, kann beobachten, wie Angus Young die Augen aufreißt. "Aufhören? Das hätte Malcolm nicht gewollt. Er hat ja auch weitergemacht, bis es nicht mehr ging."

Auf einmal kommt Leben in Cliff Williams. Bislang hatte er kaum etwas gesagt. Er weiß, das Interesse an einem Bassisten ist nicht sonderlich groß, wenn neben ihm einer der Hauptdarsteller auf dem Sofa sitzt. "Wir haben das Glück, dass wir Stevie haben", sagt er jetzt. Stevie heißt mit Nachnamen ebenfalls Young, er ist der 58-jährige Neffe von Malcolm und Angus, aus dem Teil der Familie, der damals nicht nach Australien ausgewandert ist. Stevie springt jetzt für den Onkel ein.

Also gehen AC/DC im nächsten Jahr wieder mit zwei Youngs auf große Fahrt. Malcolm Young wird dann in Sydney sitzen und nichts mehr davon mitbekommen, dass sein Lebenswerk erneut weltweit die Massen begeistert. "Was wir für ihn tun können", sagt Angus Young, "ist rausgehen und unseren Spaß haben. Das sind wir ihm auch schuldig."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(