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"We Were Here": Boy veröffentlichen ihr zweites Album

Das Lied "Little Numbers" schlich sich in die Ohren vieler Menschen. Jetzt bringen die Musikerinnen von Boy ihr zweites Album heraus - und hatten vorher Angst: "Wir werden nie wieder einen guten Song schreiben."

Die Musikerinnen der Band Boy auf der Bühne

Sonja Glass (l.) und Valeska Steiner veröffentlichen als Duo "Boy" ihr zweites Album

Aus Hamburg wird New York. Die beiden Musikerinnen von Boy saßen wochenlang zu Hause, aber eine gute Songidee kam ihnen nicht. "Dann wird man so ein bisschen panisch und hysterisch", erzählt Sängerin Valeska Steiner im Nachhinein. "Und wir haben plötzlich gedacht: Wir müssen weg von hier. Wir müssen nach New York." Sie schauten nach Flügen, entschieden sich dann aber doch um. Stattdessen nahmen sie sich etwas anderes vor.

In der eigenen Stadt etwas erleben. Rausgehen. Konzerte besuchen. "Und ich habe plötzlich auf diesem Konzert gemerkt: Ja, es könnte jetzt auch New York sein", sagt Steiner. "Es spielt überhaupt keine Rolle, wo man ist. Sondern, wie man guckt, oder vielleicht auch, mit wem man da ist." Die 30-Jährige und ihre Bandkollegin Sonja Glass haben aus dieser Erfahrung ein Lied gemacht - für ihr neues Album "We Were Here", das an diesem Freitag (21. August) erscheint.

Ideen ließen auf sich warten

Ihren ersten Song "Little Numbers" aus dem Jahr 2011 spielten die Radios hoch und runter, er tauchte in einer Werbung auf und blieb in vielen Köpfen. Für das Debütalbum gab es eine Goldene Schallplatte. Trotzdem ist das Popduo noch vergleichsweise unbekannt. Die beiden Frauen gingen mehr als zwei Jahre lang auf Tour, in Europa, Lateinamerika und Japan. Für das neue Album brauchten sie Zeit. Die Ideen, sie ließen manchmal auf sich warten.

Sie seien froh, dass sie sich bei solchen Durststrecken gegenseitig hätten, sagt Glass. "Man kann sich anrufen, vollheulen. Und vielleicht fällt der anderen in der Zwischenzeit was ein." Die 39-Jährige hat lange klassisch musiziert, kann zum Beispiel Cello. Glass spielt heute die Instrumente bei Boy, die gebürtige Züricherin Steiner schreibt die Texte. "So fügt sich das zusammen. Wie ein Ping-Pong-Spiel", sagt Steiner.

Ähnliche Plattensammlungen

Als sich die beiden vor einigen Jahren bei dem mehrwöchigen "Popkurs Hamburg" kennenlernten, stellten sie fest, dass sie die gleiche Musik mögen. Ihre Plattensammlungen seien ähnlich, erzählen beide in Berlin. Sie mögen die Band Phoenix und das Projekt Bon Iver. Wie sie auf den Namen Boy kamen? "Wir finden den kurz und knackig", sagt Glass.

Die Musik der beiden klingt oft nach Abenteuer. Wenn man auf dem neuen Album etwa "Rivers Or Oceans" hört, sieht man innerlich Menschen über Felder springen, im Sonnenlicht und in Zeitlupe. Die Songs fließen ineinander über, klingen manchmal etwas elektronischer als das Debüt (Ohrwurmgefahr zum Beispiel: "Hit My Heart"). "Flames" klingt etwas schwerer, trauriger, "Into The Wild" auch. Insgesamt hört sich das neue Boy-Album sehr ähnlich an wie das alte. Aber das ist ja auch nicht schlecht.

Die Lieder erzählen von persönlichen Erfahrungen, auch der Song "New York". Die Textidee kam Steiner, als sie nach dem Konzertbesuch in Hamburg mit dem Fahrrad nach Hause gefahren ist. Es ist ein Lied über Freundschaft und darüber, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Sie singt darin: "The truth is: I was wrong when I said I was bored. Any street that I'm walking on with you, anywhere with you could be New York." Egal, wo ich mit dir bin, es fühlt sich an wie New York.

Julia Kilian, DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(