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Erneuerin der Tanzkunst: Choreografin Pina Bausch ist tot

Sie galt weltweit als eine der herausragenden Vertreterinnen des modernen Tanzes: Pina Bausch, die weltberühmte Choreografin, ist tot. Die 68-Jährige starb am Dienstagmorgen - nur fünf Tage nach einer Krebsdiagnose. Noch vor ein paar Tagen hatte Bausch mit ihrem Ensemble im Wuppertaler Opernhaus auf der Bühne gestanden.

Die weltberühmte Choreografin Pina Bausch ist tot. Sie starb am Dienstagmorgen im Alter von 68 Jahren. Das teilte die Sprecherin des Wuppertaler Tanztheaters mit. Bausch galt weltweit als Erneuerin der Tanzkunst. Sie wurde mit internationalen Auszeichnungen und Preisen wie dem japanischen Kyoto-Preis oder dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig überhäuft. 1982 übernahm sie eine Rolle in Federico Fellinis Film "E la nave va". Einen eigenen Kinofilm brachte sie mit "Die Klage der Kaiserin" 1990 heraus.

Erst vor fünf Tagen sei bei Bausch eine Krebserkrankung festgestellt worden, sagte die Sprecherin. Noch am Sonntag vor einer Woche habe sie mit ihrem Tanzensemble in Wuppertaler Opernhaus auf der Bühne gestanden.

1962 kehrte sie nach Deutschland zurück

Geboren wurde Josephine (Pina) Bausch am 27. Juli 1940 als Gastwirtstochter in Solingen. Ihre tänzerische Ausbildung begann sie 1955 an der von Kurt Joos gegründeten Folkwangschule in Essen. Nach ihrem Abschluss wechselte sie an die berühmte Juilliard School in New York. 1962 kehrte Bausch nach Deutschland zurück, wo sie zunächst in dem von Jooss neugegründeten Folkwang-Ballett tanzte.

Unter ihrer Leitung wurde das Wuppertaler Tanztheater, wo sie seit 1973 als Chef-Choreografin wirkte, weltberühmt. Ihre radikalen tänzerischen Umsetzungen, etwa von Gluck-Opern, erregten Aufsehen und entsprachen selten dem gängigen Schönheitsideal.

DPA / DPA
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