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Gönner werden totgeschwiegen Volksmusikpreis aus Nazi-Erbe finanziert


In den 80er Jahren erbte die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung ein Vermögen. Gönner waren Anhänger Hitlers. Bis ein Gutachten alle Hintergründe geklärt hat, wird der Preis nicht mehr vergeben.

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung finanziert laut einem Bericht des "Spiegel" ihren Volksmusikpreis bis heute aus dem Erbe zweier Nationalsozialisten der ersten Stunde. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, erbte die Stiftung in den 80er Jahren das Geldvermögen und ein Anwesen am Starnberger See von Max und Maria Wutz. Nach Informationen des Magazins gehörte das Ehepaar zu den ersten Unterstützern Adolf Hitlers.

Ein Sprecher der Stiftung sagte am Sonntag, dass der Stiftung bislang unbekannte historische Quellen - zurückgehend bis in die 1920er-Jahre - eine neue Ausleuchtung der Vergangenheit der Familie Wutz verlangten. Diese solle durch ein unabhängiges Gutachten vorgenommen werden, aus dem Schlüsse zu ziehen seien. Bis zur Vorlage des Gutachtens werde es keine weiteren Preisverleihungen geben.

mme/DPA DPA

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