HOME

Weltethosrede in Tübingen: Belanglosigkeiten olympischen Ausmaßes

Sonntagsreden über Moral und Ethos lassen sich auch Mittwochs halten. Kürzer, gar besser werden sie dadurch nicht. Jörg Isert wurde Zeuge eines verbalen Zweik(r)ampfs olympischen Ausmaßes. Es treten an: Hans Küng und Jacques Rogge.

Früher war Baden-Württemberg Promi-Provinz. Doch weil man außer Hochdeutsch dort alles kann, tummeln sich mittlerweile Heerscharen hochkarätiger Stars im Ländle. Der Trick: Man initiiere eine wichtig klingende Veranstaltung, nebst Preisvergabe. Wie etwa den Medienpreis, dessen Vergabekriterien zwar dubios sind, der aber immerhin Menschen wie Bill Clinton anlockt. In Mannheim dagegen gibt man sich volkstümlich und begnügt sich dank der "Radio Regenbogen Awards" mit der Creme de la Creme des Pop-Geschäfts.

Weil es also brummt im Geschäft mit den Stars, will Tübingen natürlich nicht hinten anstehen. Zudem ist man Universitätsstadt, und da muss es schon ein bisschen mehr sein als hässliche Medienpreise oder eingekaufte Popstars. Um nicht weniger als den Weltethos dreht es sich an der schwäbischen Hochschule. Weltethos: das klingt nach Humanität im Quadrat.

Humboldts Ideale sind noch immer ideal

Und genau darum geht es auch, mit allem drum und dran: Weil Alexander von Humboldts Ideale noch immer als ideal gelten, haben sich in den letzten Jahren die Gutmenschen des Planeten in Tübingen die Uni-Klinke in die Hand gegeben: Kofi Annan, Horst Köhler, UN-Menschrechtskommissarin Mary Robinson, die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi. Ach ja, und Tony Blair, britischer Ex-Premier in spe. 2006 nun war der auserkorene Redner Jacques Rogge, seines Zeichens Präsident des internationalen olympischen Komitees, dem IOC.

Neue Aula, Mittwoch, der 10. Mai, kurz vor elf Uhr: Die Neckar-Haute-Volee ist geschlossen angetreten und hat die ersten beiden Stuhlreihen in Beschlag genommen. Als da wären: Leute, die irgendeine Bedeutung haben in der Neckarstadt. Promovierte, Emeritierte, Habilitierte, Blasierte - Tübingen ist voll davon. Hinten, an die Wand gedrückt, sind überraschenderweise sogar ein paar Studenten zu sehen. So sieht sie also aus, die die Alterspyramide der Zukunft.

Auftritt Hans Küng: Katholischer Querdenker, Gründer der Stiftung Weltethos sowie Initiator der Veranstaltung, darf ein paar einleitende Worte ins Publikum schweizern. Er stehe hier zwar nicht als Sportler, mache aber jeden Morgen seine Gymnastikübungen und gehe regelmäßig schwimmen. Gut zu wissen.

"Ein wahrhaft olympisches Ereignis"

Tübingens höchste moralische Instanz weiter: "Ein wahrhaft olympisches Ereignis" sei die Veranstaltung. Was insofern stimmt, als dass in der Neuen Aula dieses Jahr ähnlich viele Plätze unbesetzt geblieben sind wie bei der Winterolympiade in Turin. Es ist leider nicht zu leugnen: Für den Olympiamann Rogge interessieren sich im Jahr der Fußball-WM nicht allzu viele Menschen. Wo steckt eigentlich Franz Beckenbauer?

Auftritt des heutigen Gaststars: Der sympathisch wirkende Rogge, er ergeht sich in platten Plattitüden, eine nach der anderen: Sport gleiche einer sozialen Bewegung. Aha. Man brauche auch andere Werte als nur Materielle. Oho. Der Kampf gegen Doping sei eine wichtige Sache. Ja, aber hallo. "Justice", also Gerechtigkeit, müsse auch sein. An die Wand projiziert wird dazu "Justiz". Kurze Zeit später ist von "Respekt und Tolerance" zu lesen. Auf internationalen Promi-Podien wird auf die deutsche Rechtsschreibreform wenig Wert gelegt.

Der Hort der Gutmenschen, das IOC, kommt besonders gut weg bei Rogge, dem IOC-Mann: Zwei Angebote habe man vor einigen Jahren gehabt für die Vergabe der Fernsehrechte, eines zu 600 und eines zu 900 Millionen Dollar. Das höhere Angebot sei von einem Pay-TV-Sender gekommen, viele Zuschauer hätten Olympia folglich nicht sehen können, also sagte der Gralshüter des Sports: "No!" Hut ab, Herr Rogge, das ist ehrenwert. Weiter geht es: Die IOC-Mitglieder seien Freiwillige, die kein Gehalt bekommen. Nochmals Hut runter, das ist noch ehrenwerter, hat nur einen Haken, denn diverse Skandale rund um die olympische Funktionärsriege sprechen eine andere Sprache.

Jacques Rogge stehe zu seinen Worten, meint Hans Küng beim anschließenden Gespräch vor Publikum. Er habe sich immer wieder gefragt, ob Rogge in seinen Haltungen einknicke. Aber er sei nicht eingeknickt. Eingenickt ist derweil ein Zuschauer auf der Tribüne. Ein paar andere Zuhörer sind schon zuvor leise verschwunden - ausgerechnet um fünf vor zwölf.

Das Gespräch, es entwickelt sich teilweise zu einem einzigen Monolog - nicht Rogges, sondern Küngs. Der große Theologe, er ist kein großer Moderator: Minutenlang redet er, ohne das klar wird worüber und warum und worauf er hinaus will. Es geht um Fair Play und Ethics, Werte, Ethics, einen Aufsatz von Professor Rittberger, Ethics, die kirchlichen Würdenträger. Für die sähe der 78-Jährige übrigens gerne eine Altersgrenze eingeführt. Da lacht das Publikum besonders laut. Fünf nach Zwölf ist schon lange vorbei.

Rogge ist verwirrt

"You are a professor" meint Jacques Rogge freundlich nach einem besonders langen Redeschwall. Er ist verwirrt. Seine kurz darauf folgende Frage erweist sich dagegen als kontraproduktiv. Ein "Wie war doch gleich die Frage", animiert Küng dazu, seine eigene kleine Weltethosrede noch einmal zu halten - dieses Mal auf Englisch. "Sprechen Sie doch bitte auf Deutsch" fleht Rogge auf Englisch. Man fragt sich, wie es wohl abgelaufen ist, das berühmte klärende Gespräch, zwischen Küng und Josef Ratzinger 2005. Vielleicht hat der Papst am Ende einfach aufgegeben.

Zwei Stunden später, das ist Publikum erlöst. Die revolutionären Erkenntnisse des Tages sind: Sport ist wie das normale Leben. Sport schafft Werte. Sport kann sogar Werte weitergeben. Und: Selbst der freundliche Doktor Rogge, früher Orthopäde, hat eine dunkle Seite. Auf die wird er prompt von Küng angesprochen: Warum habe Jacques einst ausgerechnet einen Sport wie Rugby betrieben? Der Duz-Freund antwortet: In jedem Dr. Jekyll stecke eben ein Mr. Hyde. Vielleicht hätte man in Tübingen besser den Filmklassiker gezeigt.

Jörg Isert
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg