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Internet-Hype: Wenn Oma den "Harlem Shake" tanzt

Ein Song erobert die Welt: Plötzlich tanzen alle vor laufender Kamera den "Harlem Shake" - selbst Großmütter, Soldaten und TV-Moderatoren.

Kulttanz: Wie "Harlem Shake" das Web durchschüttelt

Sie tun es in Kinderzimmern, Universitäten, am Arbeitsplatz und selbst in Schwimmbecken oder bei der norwegischen Armee: Der "Harlem Shake" bahnt sich seinen Weg durch das Netz und hat laut US-Medien sogar den "Gangnam-Style" als beliebtesten YouTube-Tanz abgelöst. Das Nachahmen ist denkbar einfach. Man tanzt, filmt sich dabei und stellt die Videos anschließend ins Internet. Mit jedem Klick scheint der "Harlem Shake" neue Fans zu gewinnen.

Mit einem Video, dass vom YouTube-Nutzer Filthy Frank Anfang Februar hochgeladen wurde, soll der Siegeszug des "Harlem Shake" begonnen haben. Es folgten hunderte weitere Filme, die Menschen zunächst in alltäglichen Situationen zeigen, während nur einer aus der Reihe tanzt und scheinbar unbeobachtet anzügliche Bewegungen macht. Nach etwa 15 Sekunden ändert sich das Bild. Niemand kann mehr an sich halten, es wird kollektiv ausgerastet: Alle tanzen zum "Harlem Shake", einem Lied des US-DJs Harry Rodrigues. „Es ist ein absolut lächerlicher Trend“, hieß es in einem Bericht des TV-Senders CBS. „Aber wir lieben ihn.“

Song und Tanzstil sind nicht neu, doch erst jetzt werden sie millionenfach verbreitet. Rodrigues veröffentlichte sein Lied bereits im Mai 2012 unter dem Pseudonym Baauer. Der Internet-Hype katapultierte „Harlem Shake“ nun auf Platz Eins der amerikanischen Charts. Bei dem Stil handelt es sich ursprünglich um einen HipHop-Tanz, der Anfang der 80er Jahre in dem New Yorker Stadtteil Harlem erfunden wurde. Selbst den New Yorker Times Square legte der "Harlem Shake" bereits lahm, als über 200 Menschen bei einem organisierten Flashmob in ausgeflippten Kostümen durchdrehen.

Von Katrin Verschaffel
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