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"Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band": Keith Richards nennt Beatles-Meisterwerk "Mischmasch aus Müll"

Das Beatles-Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" gilt heute als einer der Meilensteine der Rockmusik. Doch das sehen nicht alle so: Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards stänkert in einem Interview gegen das Werk seiner einstigen Rivalen.

Keith Richards

Keith Richards ist offenkundig kein Freund des Beatles-Albums "Sgt. Pepper's"

Sie gilt als eine der besten Platten der Musikgeschichte: Am 1. Juni 1967 veröffentlichten die Beatles ihr Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" - und landeten damit den wohl größten künstlerischen Triumph ihrer Karriere. Mit ihrem psychedelisch angehauchten Pop läuteten sie den "Summer of Love" ein und prägten den Zeitgeist. Songs wie "With a Little Help from My Friends" wurden zu Klassikern, die schon bald von anderen Künstlern wie Joe Cocker ins Repertoire aufgenommen wurden. Mit "Lucy in the Sky with Diamonds" schufen sie einen der ersten Songs über LSD. Heute gilt "Sgt. Pepper" als das erste bedeutende Konzept-Album der Rockmusik. Zum Ruhm der Platte trägt auch das Cover bei, eine Collage, die die Musik der Beatles im Kontext der Popkultur verortete. 

Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band

"Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von den Beatles gilt als erstes bedeutendes Konzeptalbum der Popmusik

Als die Musikzeitschrift "Rolling Stone" 2003 die "500 Greatest Albums of All Time" wählte und die Liste veröffentlichte, überraschte es keinen, dass "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" auf dem Spitzenplatz landete. Denn an der Meisterschaft dieses Beatles-Werks bestand bislang kein Zweifel. 

Bis er kam: Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards ist dafür bekannt, dass er gerne mal einen deftigen Spruch raushaut und dabei auch Kollegen nicht schont. Nun hat sich der 71-Jährige "Sgt. Pepper" vorgeknöpft. Das gefeierte Werk sei für ihn nichts als ein "Mischmasch aus Müll", sagte Richards im Interview mit dem US-Magazin "Esquire".  "Die Beatles klangen großartig, als sie noch die Beatles waren", so der Musiker, "aber sie haben kaum Wurzeln in ihrer Musik. Ich glaube, sie wurden weggetrieben." Dabei hätten sie vergessen, was sie wirklich wollten.

Pikanterweise haben sich die Rolling Stones damals selbst an psychedelischer Musik versucht - ihr Album "Their Satanic Majesties Request" erschien sechs Monate nach "Sgt. Pepper". Ganz offenkundig zählt die Scheibe jedoch nicht zu Richards' Lieblingsalben seiner Band. Über die Entstehung dieser Platte sagt er heute: "Wenn Ihr einen Haufen Mist machen könnt, können wir es auch."

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