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Letzte Show von Black Sabbath: Das Sterben der Metal-Götter

Black Sabbath haben am Samstag in Birmingham ihre letzte Show gespielt. Damit zieht sich eine Metal-Legende aufs Altenteil zurück. Oder gibt es doch noch einmal ein Comeback? Lukrativ wäre es auf jeden Fall - die Rückkehr auf die Bühne ist längst ein Riesengeschäft.

"Black Sabbath"-Frontmann Ozzy Osbourne beim Ozzfest im September 2016

"Black Sabbath"-Frontmann Ozzy Osbourne beim Ozzfest im September 2016

"Ich sage dir, genieß das Leben. Ich wünschte, ich könnte das auch, aber dafür ist es zu spät." Mit diesen letzten zwei Zeilen aus der ersten Hit-Single "Paranoid" endete am Samstagabend die Ära Black Sabbath. Der Vorhang fiel, wie sollte es anders sein, in Birmingham, der Stadt, in der diese beeindruckende Karriere begann. Vor Tausenden Zuschauern verabschiedete sich die Band um Ozzy Osbourne von den Fans, ein letztes Mal sangen sie gemeinsam von okkulten Riten und schwarzen Figuren. Zum Schluss prangten nur zwei Worte über der Bühne: "The End".

Die letzten Zugpferde

Die letzte Show von Black Sabbath zeigt: Die Rock-Ära hat zweifellos ihr physisches Ende erreicht. Immer mehr Urgesteine hängen die E-Gitarre an den Nagel, viele namhafte Bands befinden sich 2017 auf großer Abschiedstournee, unter anderem Aerosmith, Deep Purple, Status Quo und Manowar.

Für die Fans ist das traurig, für Festival-Veranstalter ein riesiges Problem. Denn um die immer teurer werdenden Tickets an den Mann zu bekommen, sind die Organisatoren auf große Zugpferde angewiesen, die sowohl Jung als auch Alt begeistern. Doch was, wenn die alten Metal-Götter nicht mehr können oder wollen?

Problem für Festivals

Nur wenige jüngere Bands können die großen Fußstapfen füllen. Zu nennen wären hier etwa Rammstein, Sabaton aus Schweden oder die Rockabilly-Metaller Volbeat aus Dänemark. Jede dieser Bands füllt mühelos die Hallen der Republik. Doch während alte Granden wie Iron Maiden oder Black Sabbath irgendwie alle gut finden, stellen jüngere Bands häufig nur Teile des Publikums zufrieden - und der Rest schaut in die Röhre.

Das zeigt sich derzeit etwa beim Wacken Open Air, dem größten Metal-Festival Deutschlands. Einer der diesjährigen Headliner ist Volbeat, zweifellos eine der besten Live-Bands ihrer Generation. Trotzdem pöbeln einige Fans auf der Facebook-Seite des Festivals, weil sie insgeheim auf Metallica und Co. gehofft haben. Der Metaller, der sich sonst gern rebellisch gibt, mag es in vielerlei Hinsicht doch traditionell.

Eine Million pro Konzert

Weil die Festival-Besucher auf die ganz großen Namen pochen, können die Bands gigantische Summen verlangen. Konkrete Zahlen behält die verschwiegene Branche für sich, doch glaubt man Medienberichten, sind Gagen von mehr als einer Million Euro für eine Zwei-Stunden-Show keine Seltenheit. Das können sich viele Festivals nicht mehr leisten.

Ohnehin spielen viele namhafte Bands lieber Einzelkonzerte in Stadien. Die Band Guns N' Roses, die sich nach jahrelangen Streitereien noch einmal zusammenraufte, verkaufte im Dezember für die 2017er-Tour eine Million Tickets innerhalb eines Tages, obwohl diese bis zu 150 Euro kosteten. Damit wurde es die erfolgreichste Tour in der Geschichte der Rock-Musik. Finanziell dürfte die Gruppe definitiv ausgesorgt haben.

Das Geschäft mit dem Comeback

Der Fall Guns N' Roses zeigt auch: Noch größer als das Geschäft mit der Abschluss-Tournee ist das mit dem Comeback. Für die Chance, das Idol noch einmal live zu sehen, greifen die Fans tiefer ins Portemonnaie, als sie es normalerweise bereit wären. Phil Collins etwa, der sich 2003 mit seiner "First Final Farewell Tour" noch über die ewig tourenden Kollegen lustig machte, kehrt nun noch einmal ins Rampenlicht zurück. Sein Comeback lässt er sich mit mindestens 180 Euro pro Ticket versilbern. Trotzdem waren die fünf Konzerte ratzfatz ausverkauft.

Apropros ewig touren: Die Scorpions begannen im März 2010 ihre Abschiedstournee. Der Gitarrist Rudolf Schenker sagte damals, die Band wolle in Würde abtreten. Sieben Jahre später sind sie immer noch unterwegs.

Kehren Black Sabbath nochmal zurück?

Man darf deshalb gespannt sein, ob sich Black Sabbath wirklich aufs Altenteil zurückziehen oder ob sie in ein paar Jahren erneut auf der Bühne stehen. "Das ist nicht eine dieser letzten Touren, wo wir ein paar Jahre warten, und dann noch eine machen", versicherte Frontmann Ozzy Osbourne vor wenigen Monaten.

Doch wer weiß, wenn die Gesundheit mitspielt und das Angebot lukrativ ist? Zwei Reunions gab es bereits zuvor 1997 und 2005. Und wenige Wochen nach dem "letzten Deutschland-Konzert" (so stand es sogar auf den T-Shirts) am 8. Juni 2016 in der Berliner Waldbühne kündigten Black Sabbath noch eine letzte Show an, diesmal in der Kölner Lanxess-Arena.

Klar ist nur: Solo will der 68-jährige Osbourne unbedingt weitermachen. Paranoid bis zum Schluss. Der Rest der Truppe wird vielleicht dagegen endlich das Leben genießen - bevor es wirklich zu spät ist.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo