Metal und Rock Vulkanausbrüche am Rock-Gipfel


Im Zentrum des diesjährigen Rock-Gipfels stehen die ganzen Harten: Es metallt und rockt so richtig. Highlights sind Marilyn Manson, Metallica, Likin Park und Iron Maiden.

Endlich! Eingefleischte Fans des legendären Festival-Duos Rock am Ring / Rock im Park haben's fast geschafft. Ihr Termin fällt dieses Jahr auf das erste Juni-Wochenende (6.-8.): Dann pilgern sie wieder scharenweise in die deutschen Rock-Mekkas in der Eifel und rund um den Nürnberger Dutzendteich, um sich von den ganz Großen der Szene beschallen zu lassen. 130.000 Fans werden erwartet. Neben dem harten Programm von Marilyn Manson, Iron Maiden oder Metallica haben die Veranstalter wieder Feinkost aus der Welt der Elektronik- und Gitarren-Musik, des HipHop, Reggae und Pop eingekauft.

Das Herz des diesjährigen Rockgipfels schlägt hart und metallen. Mit Spannung ist Marilyn Mansons Auftritt zu erwarten, der außer seinem neuen Album angeblich "Tiere und seltsame Frauen" im Gepäck hat. Ob die Bühnenshows von Metallica, Linkin Park und Iron Maiden da noch mithalten können, ist abzuwarten, aber auf alle Fälle werden sie zum großen Paukenschlag ausholen. Auf Limp Bizkit müssen die Fans hingegen verzichten. Die Band hat alle Konzerte in Europa für den Juni abgesagt.

Auf der Alternastage werden gemäßigtere, aber keineswegs unbedeutendere Klänge angeschlagen. Augenmerk ist auf Dave Gahan, den ehemaligen Frontmann von Depeche Mode, zu richten, der gerade sein erstes, sehr emotional geratenes Solo-Album veröffentlicht hat; und auf den King des Dance-Sounds, Moby, der die Massen mit seinem Nu-New Wave, sampleorientierten Gospel und Blues, Electro und Funk in Bewegung versetzen wird. Genauso vielfältig ist das Werk von Patrice, der sich einen Teufel um die Grenzen der Musik-Genres schert: Er bringt akkustischen Folk mit Blues zusammen und bewegt sich in den Roots von HipHop, Reggae und Soul.

Im Talent Forum tummeln sich die "Kleinen", die in Wahrheit natürlich längst nicht mehr klein sind. Die skandinavischen Hellacopters rocken den amerikanischen Rock'n'Roll so zusammen wie es bisher keine Band aus den USA schaffte, und auch die mit den Chilli Peppers oder Rage Against The Machine verglichenen Mother Tongue laufen nach acht Jahren Pause wieder auf Hochtouren. Gespannt sein kann man aber auch auf die Shows der Berliner Pop-Kracherband Virginia Jetzt!, auf die Konzerte-liebenden Libertines oder die aus Arkansas stammenden Rock-Dramaturgen Evanescence.

Nächtlich heizen die lokalen DJ-Helden aus den Fetenhochburgen des Südens den nicht platt zu kriegenden Festival-Besuchern nochmal so richtig ein. Wer am Sonntagabend meint, nicht genug getanzt zu haben, ist selber schuld.

Die Abenteurer unter den "Ring"-Besuchern können ihr ewiges inneres Kribbeln beim Bungee "mega/base dive" auf dem Zeppelinfeld (gegen eine Schutzgebühr) zumindest für ein paar Momente in den Griff kriegen, und wer's weniger aufregend mag, kann im lokalen Stadionbad planschen gehen oder die Alkoholablagerungen beim Beach-Volleyball oder Beachsoccer lösen.

Die "Ring"-Veranstalter begegnen dem typischen Festival-Schmuddel-Look dieses Jahr mit einer erhöhten Anzahl an Duschzelten. Darüber hinaus haben sie an der Infrastruktur gearbeitet: Preistransparenz und Qualität des Catering-Services sollen verbessert werden und Zelt- und Parkplätze werden dieses Jahr getrennt, damit die Wege zu den Haupteingängen kürzer sind und der Verkehr besser rollen kann.

Rock im Park

Tickets
VVK: EUR 98 (Sitzplatz); EUR 104 (Stehplatz) (inkl. Park-/Campinggebühr)
Ticket-Hotline: 0180 - 53 52 53 0 (0,12 Euro/Min.)
Anfahrt mit dem Auto
A9 in Richtung Nürnberg - Richtung Stadtmitte - Beschilderung zum Frankenstadion folgen Anfahrt mit der Bahn
Am Bahnhof Nürnberg hält der DB NachtZug! Mit der Bahn bis zum Frankenstadion.

Rock am Ring

Tickets


Das 3-Tage-Ticket kostet 99 Euro (inkl. Park-/Campinggebühr)
Ticket-Hotline: 0180 - 53 52 53 0 (0,12 Euro/Min.)

Anfahrt mit dem Auto


Aus Trier bzw. Luxemburg: A 48 bis Abfahrt Ulmen, dann B 257
Aus Koblenz bzw. Bonn: A 61 bis Abfahrt Wehr, dann B 412
Aus Köln A 1 bis Autobahnende, danach der Beschilderung folgen (B 258).

Birgit Helms


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