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Musik: Thielemann will Opern nur in Berlin dirigieren

Christian Thielemann will in Berlin bleiben, auch wenn er seinen Vertrag als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker unterschreibt. Er habe mit Ausnahme von Bayreuth und Salzburg alle anderen Opernprojekte abgesagt.

Der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin, Christian Thielemann, will auch dann in Berlin bleiben, wenn er seinen Vertrag als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker unterschreibt. Das betonte der Künstler in einem Interview mit dem «Tagesspiegel». Er habe mit Ausnahme der Vorhaben in Bayreuth und Salzburg bereits alle anderen Opernprojekte abgesagt, zu denen er eingeladen war. Er werde Oper «in nächster Zeit an keinem anderen Haus dirigieren außer in Berlin».

Für Wechsel der Opernorchester in Berlin

Mit Blick auf die von Kultursenator Thomas Flierl (PDS) angestoßene Strukturreform plädiert Thielemann für einen regelmäßigen Wechsel der Orchester von Deutscher Oper und Staatsoper zwischen den Häusern. Ziel müsse es sein, dass jeweils die Werke an den Häusern gespielt werden, die unter akustischen Gesichtspunkten am besten dorthin passen. «Es geht doch darum, dass wir uns keine interne Konkurrenz machen.» Er könne sich durchaus vorstellen, mit seinem Orchester eine Premiere an der Staatsoper Unter den Linden herauszubringen, während Daniel Barenboims Staatskapelle in der Bismarckstraße auftritt.