VG-Wort Pixel

Neues Album "Stardust" Lena nimmt die Dinge selbst in die Hand


Vor zweieinhalb Jahren triumphierte sie beim Eurovision Song Contest, jetzt bringt sie ihr drittes Album raus. Lena hat der Platte "Stardust" eine markante musikalische Handschrift verpasst.

Am Freitag veröffentlicht die 21-Jährige Lena Meyer-Landrut ihr drittes Album mit dem Titel "Stardust", Sternenstaub. Dabei hat sie mit erfahrenen Musikern wie der Songwriterin Miss Li ("Oh Boy") oder dem Produzenten Swen Meyer (Tomte, Kettcar) zusammengearbeitet. "Ich habe mich mit Leuten getroffen, gequatscht und Lieder ausgetauscht. Dann kam man entweder zusammen oder eben nicht", sagt sie in einem Interview. Locker und mit der bekannten Lena-Phrasierung kommen die zwölf Lieder daher. Wer jedoch auf Instant-Pop spekuliert, der täuscht sich.

Lena Meyer-Landrut beginnt langsam die Regie über ihr künstlerisches Schaffen zu übernehmen. "Stardust" ist ein Werk, das sie nicht nur eingesungen, sondern auch mitgeschrieben und mitproduziert hat. Während der Sound auf ihren ersten beiden Alben von Elektronik geprägt war, dominieren jetzt Gitarre, Bass und Schlagzeug. Auch Bläser und Streicher kommen zum Einsatz.

Lena bleibt englisch

Etwas Entscheidendes hat sich allerdings auch diesmal nicht geändert: Lena singt nicht auf Deutsch. "Ich habe noch nie auf Deutsch gesungen. Ich finde, das passt nicht so richtig. Wenn ich deutsche Musik selber schreiben und komponieren würde, dann klänge das so wie 'Wir sind Helden'", sagt sie.

Und wovon handeln die Songs auf ihrem neuen Album? "Es sind Dinge, die den Moment beschreiben und mich gerade beschäftigen." Da ist das temporeiche "ASAP", das vom ungeduldigen Warten auf einen ersehnten Anruf von ihrem Freund handelt. Jemanden mit einem ultimativen Plan für ihr Leben sucht Lena in dem heiteren Song "Mr. Arrow Key". "Ich habe mich von Leuten leiten lassen, die den Job schon lange machen. Man weiß aber nicht, ob das so richtig ist." Mittlerweile glaube sie aber, dass alles so richtig war, wie es passiert ist.

Melancholische Töne schlägt die Echo-Preisträgerin im Song "Goosebumps" an. Musikalisch untermalt wird ihr sehnsüchtiger Gesang von einer akustischen Gitarre, einem Kontrabass und einem fließend-rhythmischem Schlagzeug. Ab der Mitte verleihen Streicher dem Song eine besondere Dramatik.

Zufrieden mit sich und ihren Macken

Der Song "Pink Elephant" ist einer der Titel, den sie mit dem schwedischen Produzenten Sonny Gustafsson aufgenommen hat. "Ich habe in Schweden mit Miss Li zusammen Songs geschrieben. Sonny Gustafsson ist einer ihrer Produzenten - es hat sich angeboten." Das Lied handelt von einem trampeligen Mädchen - eine Eigenschaft, die Lena hin und wieder auch an sich selber bemerkt. "Mein Kopf schweift irgendwann ab und dann passieren Sachen um mich herum, die ich nicht mehr merke: Ich lasse meine Tasche stehen, ich schmeiß irgendetwas runter oder renne irgendwo gegen." In dem Lied singt sie darüber, zufrieden mit sich zu sein, auch wenn man ein paar Macken habe.

Vor zweieinhalb Jahren qualifizierte sich Lena Meyer-Landrut bei Stefan Raab als "Unser Star für Oslo" für den Grand Prix und holte mit "Satellite" nach 28 Jahren wieder den Titel nach Deutschland. Es folgten die Alben "My Cassette Player" (2010) und "Good News" (2011), die beide auf Platz eins der Album-Charts landeten. Zudem war sie mit sechs Liedern gleichzeitig in der Hitparade vertreten.

Cetin Demirci, DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker