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80. Geburtstag: Revolutionär und Spaßkanone - darum muss man Roberto Blanco lieben

Dieser Mann machte den Deutschen Jahrzehnte lang gute Laune: Roberto Blanco feiert heute seinen 80. Geburtstag. Fünf Gründe, warum wir ihn lieben müssen.

Roberto Blanco

Immer für einen Spaß zu haben: Roberto Blanco

Dass dieser Mann hierzulande eine erfolgreiche Karriere starten konnte, ist vielleicht das größte Wunder. Denn Roberto Blanco verkörperte das Gegenteil der von seinen Hörern in den 60er Jahren propagierten Tugenden: Während bei vielen Deutschen die Pflichterfüllung an erster Stelle kommt, erhob der Sohn kubanischer Eltern "Ein bisschen Spaß muss sein" zu seinem Lebensmotto. Und anders als die meisten, sagte er Ja zu Samba und Nein zur Arbeit. Und trotzdem - oder gerade deswegen - erfreut sich Blanco ungebrochener Popularität. Am Mittwoch, 7. Juni, feiert der Sänger seinen 80. Geburtstag. Fünf Gründe, warum wir diesen Mann lieben müssen.

1. Seine gute Laune ist ansteckend


Knallrotes Sakko, breites Dauergrinsen, stimmungsvolle Musik - wer kann sich dem entziehen? Wenn Blanco dann noch durch die Reihen schreitet und Lebkuchenherzchen verteilt, wird selbst der letzte Skeptiker weich. Da kann Guildo Horn mit seinen Nussecken einpacken!

2. Roberto, der Revolutionär


Die 68er haben sich vergeblich bemüht, den Wirtschaftswunder-Deutschen andere Werte näher zu bringen. Letztendlich hat ihre Intervention nur einen Modernisierungs-und Flexibilisierungsschub für die Wirtschaft bewirkt und den Kapitalismus auf eine neue Stufe gehoben. Der wirklich radikale Gegenentwurf kam dagegen 1979 von Roberto Blanco: "Samba Si! Arbeit No!".

3. Roberto Blanco hat die deutsche Leitkultur verinnerlicht


"Was ist München ohne die Wiesn?" Eigentlich kein schwieriger Satz. Aber sprechen Sie den mal nach dem Genuss diverser Mass Bier aus! Roberto Blanco geht hier mutig voran und beweist, dass er die deutschen Sitten und Gebräuche perfekt beherrscht.

4. Roberto kann über sich selbst lachen


2011 stand Roberto Blanco zusammen mit der Thrash-Metal-Band Sodom auf der Bühne. Wie kam es dazu? Das Zusammentreffen dieser unterschiedlichen Musiker hatte einen Grund: Blanco trat in einem Werbesport auf für die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. "Den Ort verwechselt? Für 1,2 Millionen Menschen in Deutschland ist das Alltag." Doch so ganz falsch war der Schlagersänger gar nicht: Zusammen mit den Metallern röhrte er ordentlich drauflos - wie man am Ende des Clips hört.

5. Blanco reagiert auf Beleidigungen cool

Vermutlich hat es der bayerische Innenminister Joachim Hermann nicht besser gewusst, als er bei "hart aber fair" das folgende Kompliment aussprach: "Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat." Die Empörung war am nächsten Tag natürlich groß. Nur einer blieb bei all dem Trubel gelassen: Blanco selbst. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das böse gemeint hat." Damit war die Sache für ihn erledigt.


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