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Schwere Gewitter: Rock am Ring: Verletzte durch Blitzeinschläge

Ein heftiges Unwetter ist über das Gelände des Rock-am-Ring-Festivals hinweggefegt. Wie die "Rheinische Post" berichtet, wurden mehrere Menschen durch Blitzeinschläge verletzt.

Fans bei Rock am Ring

Starke Regenfälle hatten das Festivalgelände von Rock am Ring in Mendig bereits vor dem schweren Gewitter in eine Matschlandschaft verwandelt

Mehrere Menschen sind bei einem Blitzschlag beim Musikfestival "Rock am Ring" in der Eifel verletzt worden. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitagabend in Mendig in Rheinland-Pfalz. Ein Rettungshubschrauber landete hinter den Bühnen. Ob es Schwerverletzte gab, war zunächst ebenso unklar wie die Zahl der Verletzten.

Ein Gewitter hatte sich direkt über das Festivalgelände geschoben. Alle Live-Auftritte wurden etwa eineinhalb Stunden lang unterbrochen. Rund 90 000 Fans mussten zum Auftakt des dreitägigen Musikspektakels auf dem Flugplatz Mendig erst einmal ausharren. Starkregen zerstörte zahlreiche Zelte. Ein Polizeihubschrauber kreiste über den völlig verschlammten Wiesen.

Rock am Ring: Tanz in Gummistiefeln

Vor und nach der Unterbrechung am Freitag tanzten sich die Fans in Gummistiefeln, kurzen Hosen und Regenjacken durch tiefe Pfützen in gute Stimmung. Es war ein Wechselspiel: Zu Beginn des Spektakels goss es in Strömen, dann schien die Sonne, bis es plötzlich blitzte und donnerte - und wieder aufklarte.

Der Deutsche Wetterdienst hielt es für möglich, dass es am Wochenende in Rheinland-Pfalz lokal zu extremen Unwettern mit Hagel und Starkregen von mehr als 40 Liter pro Quadratmeter kommen könnte. Im vergangenen Jahr hatte das Wetter ebenfalls übel mitgespielt - nach Blitzeinschlägen wurden bei "Rock am Ring" 33 Menschen verletzt.

"Rock am Ring" auf dem Flugplatz Mendig und das parallel stattfindende Festival "Rock im Park" auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg präsentiert mehr als 80 Bands mit einem breiten Stilmix auf mehreren Bühnen. Zu den Höhepunkten zählen die US-Rocker Red Hot Chili Peppers und die Heavy-Metal-Legende Black Sabbath. Mit dabei sind auch die kanadische Alternative-Rocker Billy Talent und die US-Band Korn.

tim / DPA