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Heimat der Band: "Was nicht hilft, sind Ideen von 1933": Silbermonds traurige Botschaft an den Osten

Ihre Wurzeln hat Silbermond im sächsischen Ort Bautzen. Auch dort finden regelmäßig Demonstrationen von Rechten statt. In ihrem neuen Song rechnet die Band mit der Gegend ab.

Silbermond: Stefanie Kloß

In ihrer neuen Single macht die Band Silbermond dem Gefühl der inneren Zerrissenheit Luft. Leadsängerin Stefanie Kloß und Co. kommen alle aus der sächsischen Stadt Bautzen. Die war in den vergangenen Jahren immer wieder Stätte für rechten Hass und Nazi-Demonstrationen. 

Silbermond: Traurige Botschaft an den Osten

In "Mein Osten" kehrt Silbermond nun zu ihren Wurzeln zurück. Mit dem Lied möchte die Band das "aktuelle politische und emotionale Auseinanderdriften der Menschen im Osten" thematisieren. Es ist der erste Song nach über dreieinhalb Jahren Pause. Und er hat eine politische, emotionale Botschaft. "Ich kenne dich gut, mein Osten. Verstehe zum Teil auch deine Wut, mein Osten", singt Kloß in der ersten Strophe. Doch gleichzeitig macht sie deutlich, wie rechtes Gedankengut und politische Meinungsverschiedenheiten die Region zerstören. "Risse gehen durch Familien und ein Riss geht auch durch mich", so die zweite Strophe. Einen Lösungsansatz geben die Musiker auch: "Wir werden reden müssen, streiten, um Kompromisse ringen müssen und so weiter, aber was nicht hilft, sind wir uns da einig: Ideen von 1933."

Es ist nicht das erste Mal, dass Kloß und ihre Bandkollegen sich politisch äußern. Immer wieder engagiert sich Silbermond gegen Rechtsextremismus. In der Vergangenheit spielte die Gruppe auf Konzerten der Initiative "Laut gegen Nazis". "Wir sind keine Politiker, und man kann nicht alle gesellschaftlichen Probleme in einen Drei-Minuten-Song packen. Aber jeder, der sich mit uns schon mal beschäftigt hat, weiß, wie Silbermond zu diesem Thema steht", erklärte die Sängerin mal in einem Interview mit der "Frankenpost". 

Dass rechte Hetze vor allem in ihrer eigenen Heimat zuhause ist, macht der Band offenbar besonders zu schaffen. Und so beenden sie "Mein Osten" mit einer hoffnungsvollen Botschaft: "Ruppig herzlich wie du bist, wir kriegen irgendwas hin, lass deine Ängste nicht gewinnen, mein Osten." 

Quelle: "Frankenpost"

Silbermond: Stefanie Kloß
ls
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