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Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani erhält Friedenspreis des Buchhandels

Friedenspreis für Schriftsteller Navid Kermani
Navid Kermani hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten
© Ingo Wagner/DPA
Er ist Essayist, Publizist und Romancier - und kämpft als renommierter Muslim für den Dialog der Religionen. Nach vielen anderen Preisen bekommt Navid Kermani jetzt eine ganz besondere Auszeichnung.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Navid Kermani. Das gab der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, in Berlin bekannt. Kermani wird während der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober mit dem renommierten Preis ausgezeichnet. Der Schriftsteller, Orientalist und Essayist sei "eine der wichtigsten Stimmen in unserer Gesellschaft, die sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen muss, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen", begründete der Stiftungsrat des Friedenspreises die Entscheidung.

Seine wissenschaftlichen Arbeiten wiesen Kermani als Autoren aus, "der mit großer Sachkenntnis in die theologischen und gesellschaftlichen Diskurse einzugreifen vermag". Seine Romane und Essays sowie seine Reportagen aus Krisengebieten zeigten, "wie sehr er sich der Würde des einzelnen Menschen und dem Respekt für die verschiedenen Kulturen und Religionen verpflichtet weiß, und wie sehr er sich für eine offene europäische Gesellschaft einsetzt, die Flüchtlingen Schutz bietet und der Menschlichkeit Raum gibt".

Der 47-jährige Kermani hielt im vergangenen Jahr im Bundestag anlässlich der Verkündung des Grundgesetzes vor 65 Jahren eine viel beachtete Rede zum Umgang mit Flüchtlingen. Er kritisierte dabei als Festredner die deutsche Asylgesetzgebung scharf.

tim/DPA/AFP

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