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Stück über Torkeeper Robert Enke Berliner Theater stoppt umstrittene Passagen


Das Stück hangelt sich an der Biografie des verstorbenen Robert Enke entlang - und verägerte so seine Witwe Teresa. Sie schaltete einen Anwalt ein, woraufhin das Maxim Gorki Theater reagierte.

Im Streit um ein Theaterstück über einen depressiven Torwart will das Berliner Maxim Gorki Theater die Aufführung vorerst stoppen. Das Theater teilte am Dienstag mit, den umstrittenen zweiten Teil des dreiteiligen Werks ruhen zu lassen und bedauerte, die Gefühle von Teresa Enke verletzt zu haben. Teresa Enke ist die Witwe des 2009 gestorbenen Fußball-Nationaltorhüters Robert Enke und will verhindern, dass ihre Familientragödie auf der Bühne vermarktet wird. Sie schaltete einen Anwalt ein.

Die Verantwortlichen des Theaters wollten die Probleme mit Enke klären und bis zu einer Lösung "auf die Ansetzung des zweiten Teils der Aufführung" verzichten. Dem Theater und Regisseur Armin Petras sei es mit dem Stück ausschließlich darum gegangen, das persönliche Schicksal Enkes in einen allgemeingültigen Fall zu überführen und so künstlerisch darzustellen, erklärte das Haus. Der unumstrittene erste Teil der geplanten Trilogie "Demenz, Depression und Revolution" soll weiter gezeigt werden.

kave/DPA DPA

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