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Til Schweiger: Unzufrieden mit Sendeplatz für Kino-"Tatort"

"Tschiller: Off Duty", der Kino-"Tatort" von Til Schweiger, hat einen TV-Sendeplatz. Doch der Filmemacher scheint damit nicht so zufrieden.

Filmemacher Til Schweiger findet den Sendeplatz für seinen Kino-"Tatort" nicht so gut

Filmemacher Til Schweiger findet den Sendeplatz für seinen Kino-"Tatort" nicht so gut

(54) Kino-"Tatort", "Tschiller: Off Duty", der 2016 im Kino lief, wird im Juli erstmals als Free-TV-Premiere ausgestrahlt. Die Verantwortlichen bei der ARD haben dafür den 8. Juli ausgewählt, einen spielfreien Sonntag während der Fußball-Weltmeisterschaft, die vom 14. Juni bis 15. Juli dauert. An diesem Sonntag macht auch die Talkshow "Anne Will", die normalerweise im Anschluss an die regulären Sonntagskrimi-Erstausstrahlungen läuft, Sommerpause. Dadurch hat der Kino-"Tatort" mehr Sendezeit als die üblichen 90 Minuten - "Tschiller: Off Duty" dauert 130 Minuten.

Klingt eigentlich alles recht plausibel und durchdacht, doch auf Nachfrage von "Bild" zeigt sich der Hamburger Filmemacher eher unzufrieden mit dem Sendeplatz: "Ich hätte mir einen anderen Termin, zum Beispiel nach der Sommerpause, als Auftakt der neuen 'Tatort'-Saison oder, noch besser, im Herbst gewünscht", sagt Til Schweiger.

Die Quote bereitet ihm Sorgen

Schweiger sorgt sich vor allem um die Quote und die anschließende Berichterstattung: "Ich weiß, wie das jetzt ausgeht: Der Film wird vielleicht drei oder vier Millionen Zuschauer machen, und dann schreiben alle: Der ' ' ist im Kino gefloppt, jetzt floppt er auch im Fernsehen", ist sich Schweiger sicher. Den "Tatort" im Hochsommer zwischen der Fußball-WM, wo normal kein "Tatort" läuft, auszustrahlen, empfindet er als bitter: "Das macht keinen Spaß".

Sind Schweigers Sorgen berechtigt? Er sorgte durchaus schon für extreme Quoten im "Tatort"-Kosmos. Die vier bisher ausgestrahlten -Gümer-Krimis lockten 12,74 Mio. ("Willkommen in Hamburg"), 10,12 Mio. "Kopfgeld"), 8,24 Mio. ("Der große Schmerz") und 7,69 Mio. ("Fegefeuer") Zuschauer vor die Bildschirme. Der Top-Wert im Jahr 2013 war damals die höchste Zuschauerzahl einer "Tatort"-Folge seit knapp 20 Jahren. Weitere TV-Krimis sind geplant.

"Der Kino-'Tatort' ist ein toller Film, das hat auch niemand bestritten. Den wollte halt keiner [im Kino] sehen. Pech, sowas passiert", fasst Til Schweiger seine Enttäuschung über den Kino-Flop zusammen. Wie toll der Film wirklich ist, davon können sich die TV-Zuschauer am 8. Juli ab 20:15 Uhr im Ersten selbst ein Bild machen.

SpotOnNews
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo