VG-Wort Pixel

Neue Netflix-Serie "1899": Warum man sich das Intro genau anschauen sollte, wenn man die Serie verstehen will

Szene aus "1899"
In der Netflix-Serie "1899" ist die Handlung nicht immer durchschaubar. Das liegt weniger am Nebel als an vielen mysteriösen Vorkommnissen. 
© Netflix
Die Netflix-Serie "1899" verspricht viel Mystery und viel Verwirrung. Wer dabei den Überblick behalten will, sollte sich genau das Intro anschauen. Empfehlen zumindest die Macher. 

Die neue Netflix-Serie "1899" erscheint am 17. November und fällt damit genau in die Streaming-Saison. Draußen ist es kalt und ungemütlich und so braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man sich auf dem Sofa einkuschelt und Netflix rauf- und runterschaut. 

Gut dafür geeignet: "1899". Die neue Serie der Macher von "Dark". Die beiden Showrunner Baran bo Odar und Jantje Friese lieferten damit den ersten deutschen Netflix-Hit – und wollen nun daran anknüpfen. In "1899" geht es um ein Gruppe von europäischen Auswanderern, die mit dem Schiff "Kerberos" nach Amerika reisen. Doch unterwegs passieren auf einmal viele unerklärliche Dinge wie etwa seltsame Wetterphänomene oder das Aufeinandertreffen mit dem Schiff "Prometheus", das eigentlich als verschollen galt. 

Wer als Zuschauer den Überblick zwischen all den Mystery-Elementen und übernatürlichen Phänomenen behalten möchte, sollte sich genau das Intro anschauen. Empfehlen zumindest die Macher.

"1899": Das Intro verrät mehr, als man zuerst glaubt

"Wir sind wahnsinnig große Titelsequenz-Fans", sagte Regisseur Odar der "Deutschen Welle". Im Intro vermischen sich Animationen von Schiffen mit den Gesichtern der Protagonisten und zeigen auch entscheidende Momente aus dem Leben der Charaktere. Musikalisch begleitet wird es vom Song "White Rabbit" von Jefferson Airplane. 

"Eine Titelsequenz ist ein Versprechen, das den Zuschauer abholt", meint Odar. In der Serie sei es ein Stilmittel, um zu zeigen, dass "nichts so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint." Das Intro erfülle aber noch eine zweite, mindestens genauso wichtige Funktion, eine "Art Botschaft für den Rest der Serie ". Laut Odar ist das: "Sieh genau hin, sonst verpasst du was."

Der erste Hinweis ist gleich im Titel versteckt

Dass es noch mehr versteckte Hinweise gibt, erklärten die beiden nun im Interview mit dem "RND". Friese verriet, dass sie Symbole, Objekte, religiöse Referenzen und Namen speziell eingesetzt haben: "Was dann beim Betrachter passiert, ist eine erste Erkenntnis: 'Aha, Kerberos, das kenne ich doch, das ist der Wächter der Unterwelt. Sind die alle tot?' Das ist super, da hat man schon mal eine Theorie, die einen an die Geschichte bindet." 

Doch gebe es häufig noch eine zweite und dritte Ebene: "Das ist das Spiel, das wir mit dem Zuschauer treiben. Man muss für '1899' ein aktiver Zuschauer sein, muss die Lücken mit Platzhaltern füllen, bekommt mehr und mehr Informationen hinzu." 

Einen Hinweis gibt Odar noch, der sich direkt im Titel versteckt: "1 plus 8 ist 9 – macht dreimal 9. Umgekehrt: 666". Welch eine teuflische Ausgangssituation. 

Quellen: "Deutsche Welle", "RND"

Mehr zum Thema

Newsticker