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"Adam sucht Eva"-Finale Nackt in die Ewigkeit

Adam sucht Eva Finale RTL
Die Nixe und der Softie: Bei "Adam such Eva" fanden sich Gewinner Peer Kusmagk und Janni Hönscheid
© RTL
Peer Kusmagk gewinnt nach dem Dschungel auch das Paradies für sich – und das Herz der nackten Surfer-Nixe Janni Hönscheid.
Von Jan Zier

Nein! Es ist nicht alles nur Show! Sie lieben sich wirklich! Sagen sie jedenfalls, alle beide, der Ex-Dschungelkönig Peer Kusmagk und die Profi-Surferin Janni Hönscheid. Auch jetzt, wo sie RTL schon lange wieder aus dem Paradies vertrieben hat. Ja, behauptet der einstige Vorabend-Schauspieler: "Das hat das Zeug für die Ewigkeit." Hach. "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" hätte das nicht schnulziger gekonnt.

Natürlich haben wir es schon vorher gewusst, es war ja bereits überall zu lesen, noch eh der Sender am Freitag die letzte der sieben Folgen von "Adam sucht Eva" zeigte. Und dass sie schon am Strand miteinander gevögelt haben, also: haben sollen, ja, das hat der Boulevard auch schon ausgeplaudert. Die Bilder davon halten sie aber noch unter Verschluss, und die von Ex-Tennis-Profi Daniel Köllerer und seiner als "Pocher-Luder" bekannt gewordenen Sarah Joelle Jahnel auch.

Nackte Nixen im Paradies

In der Sendung indes durften sich Peer und Janni, wie wir sie alle nur nennen, bis zum Schluss ja noch nicht mal küssen! So prüde kann der Sender also sein. Ausgerechnet RTL! Dabei hat Peer seine Janni doch, als Meerjungfrau, so galant ins Wasser getragen. Ja, sogar selbst die Flossen angelegt, offensiv mit ihr geflirtet, und natürlich war dann sofort die Rede von jenem Film, 1990 war das, und Cher und Winona Ryder spielten damals die Hauptrolle. "Jetzt testen wir doch mal, ob Meerjungfrauen wirklich besser küssen." Sie lacht. Er versucht es nochmal. Und sie schubst ihn bloß ins Wasser. Oh my goodness: Wie fies ist das denn?

Alles hätte so dramatisch werden können. Hätte nicht am Morgen schon ein Knutsch-Foto neueren Datums die Runde gemacht. Der Sendung hat die Surferin sogar einen Werbevertrag mit "Chiemsee" geopfert, das Modelabel findet es irgendwie anrüchig, dass hier ständig baumelnde Schwänze und nackte Brüste ins Bild gerückt werden. Diese ganze Kuppelei entspreche in keiner Weise den Werten der Boardsportmarke, hieß es. Klar, die leben nicht davon, dass unsereins nichts anhat. Aber wenn sie geahnt hätten, wer neuerdings ihr Model kennt – tja.

Softie sticht, Macho nicht

Über dieses ganzen Hype mit dem Peer und der Janni ist aber leider Richter Hüllenlos etwas in Vergessenheit geraten. Dabei gibt es über den pensionierten Rechtspopulisten Ronald Barnabas Schill, 58, durchaus etwas Gutes zu sagen: Er schnarcht nicht. Und er ist bei manchen schon in Vergessenheit geraten, vielleicht nicht als Macho, aber als Politiker. Chantel, Halbamerikanerin aus Bamberg und für den alten Mann die "Inkarnation der exotischen Schönheit", sie also kann sich nicht mal seinen Namen richtig merken. Da wollen wir doch von Politik gleich ganz schweigen.  Immerhin fährt sie noch mit ihm auf die Liebesinsel, wo sie sich schlüpfrige Komplimente anhört und ihm, hihi, aus einem Kamasutra-Buch vorliest.

Um die Zeit bis zu jenem Augenblick totzuschlagen, an dem sie endlich guten Gewissens sagen kann, dass sie eigentlich wirklich schon seeeeehr müde ist. Am Ende hätte sie doch auch ganz gern den Peer genommen, und versichert, dass sie diesen Ronald - oder war es Roland? - also dass sie ihn jedenfalls wieder trifft. Dann kann sie auch nochmal die Frage erörtern, was ihm an Frauen wichtig ist.

Kein Französisch in Polynesien

Das alles hat zwar schon in einer der anderen Trash-Shows, die ihn gern einkaufen, erörtert. Aber wer will sich schon den stöhnenden Herrn Schill vorstellen, und Chantel, die ihm einen bläst, so wie er es gerne hat. Kopfkino: Aus! Bitte! Und vielleicht guckt sie, sagen wir: Promi Big Brother ja gar nicht.

Am Ende hat also – ist das jetzt eine Botschaft an die Männerwelt da draußen? - der softe Peer den bekennenden Macho klar aus dem Feld geschlagen, Komplimente hin, Charmeoffensive her. Dabei hat Kusmagk kurz vor den Dreharbeiten in Französisch-Polynesien gerade erst ein anderes Model vor die Tür gesetzt. "Der Altersunterschied ist ein Problem", sagte Kusmagk. Anna heißt seine Ex – und sie ist 25. So wie Janni. Und jetzt sagt er: Das mit Janni, "das hat das Potenzial für etwas ganz Langfristiges." Was kümmert mich – ach ne, wir wollten ja nicht über Politik reden. 


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