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Das Fernsehgericht: "Die gefährlichsten Schulwege": Horrorfilme für Helikopter-Eltern

Hier werden sich alle Helikopter-Eltern gruseln: Das Erste macht sich in einer fünfteiligen Doku-Serie auf die "Gefährlichsten Schulwege der Welt".

Von Tobias Schmitz

Keine Brücke, sondern eine rostige Seilbahn, darunter ein reißender Fluss: der Schulweg von Kindern in Nepal.

Keine Brücke, sondern eine rostige Seilbahn, darunter ein reißender Fluss: der Schulweg von Kindern in Nepal.

Ich habe eine acht Jahre alte Tochter. Sie geht zur Grundschule. Jeden morgen um 7.40 Uhr verlässt sie die Wohnung und holt ein Stockwerk unter uns ihre Klassenkameradin ab. Dann machen sich beide gemeinsam auf den Weg. Bis zur Schule sind es 500 Meter. Der Weg dauert sieben Minuten und führt durch einen Park und über zwei Straßen. Eine davon ist mit einer Fußgängerampel gesichert. Ich bin ein typischer Helikopter-Papa, der am liebsten den ganzen Tag über seinen Kindern schweben würde, um sie vor allen Gefahren dieser Welt zu bewahren. Jeden Morgen denke ich: Bitte, lieber Gott, lass meiner Tochter nichts zustoßen. Was könnte alles passieren! Ein Unhold im Park! Ein schlafender Autofahrer! Ein morscher, umstürzender Baum! Seit ich diese neue Doku-Serie über Schulwege kenne, habe ich nicht weniger Angst. Aber sage mir dann und wann: Es gibt auf dieser Welt noch Eltern, die sich mehr Sorgen machen dürften.

Zum Beispiel in Nepal. Der Schulweg der Kinder ist sechs Kilometer lang und führt über den Trishuli, einen breiten, reißenden Fluss. Eine Brücke gibt es nicht, nur eine Art Seilbahn, selbst zusammengeschweißt. Der rostige Metallkorb, der an einem rostigen Seil hängt, ist garantiert nicht TÜV-geprüft. Die Kinder, die so über den Fluss rumpeln, sind manchmal erst vier Jahre alt. Kaum eines kann schwimmen. Erwachsene? Nicht anwesend. Fällt ein Kind in den Fluss, ist Schluss. "Eine Brücke bekommen wir wohl erst, wenn jemand auf dem Schulweg gestorben ist", sagt eine Lehrerin.

Bei -52 Grad auf den Bus warten

Der Schulweg meiner Tochter könnte auch wie der in Oimjakon, Sibirien, sein: Dort haben die Kinder mitunter Pech, weil es draußen nur -52 Grad sind. Kältefrei gibt es erst ab -54 Grad. Schon das Warten auf den klapprigen Schulbus kann zur Tortur werden. Manchmal hat der eine Panne, und dann müssen die am Straßenrand wartenden Kinder schnell nach Hause laufen - weil sie sonst erfrieren.

Oder nehmen wir den Schulweg zu einem Internat im indischen Teil des Himalaya: Weil sein Sohn unbedingt lernen will, bringt ihn der Vater nach den Ferien persönlich zur Schule. Durch eine eisige Schlucht, über den teilweise noch zugefrorenen Fluss Chadar. Sie gehen zu Fuß, 100 Kilometer weit, bis zu 14 Tage lang.

Die Serie "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" läuft Samstagsvormittags. Zwei Tag später werde ich meine Tochter wieder auf die 500 Meter schicken. Mit einem blöden Gefühl im Bauch. Aber mit der Gewissheit: Verdammt beruhigend, dass sie nicht über einen Fluss muss. Und dass es draußen vielleicht nur ein bisschen nieselt.

Die fünfteilige Doku-Serie "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" läuft ab 3.1. samstags ab 10.45 Uhr im Ersten.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo