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ZDF-Mehrteiler Die Schöllacks gehen auf die Barrikaden – so könnte die "Ku'damm"-Reihe weitergehen

"Ku'damm 63"
Die Schöllacks bitten zum Tanz: Mutter Caterina (Claudia Michelsen, l.) und ihre Töchter Helga (Maria Ehrich), Monika (Sonja Gerhardt) und Eva (Emilia Schüle)
© Michael Schreitel / ZDF
Noch ist nicht klar, ob es eine Fortsetzung der "Ku'damm"-Reihe geben wird. Autor Marc Terjung hat allerdings schon angedeutet, in welche Richtung neue Folgen gehen könnten.

Das ZDF zog ein äußerst positives Resümee: Durchschnittlich 5,30 Millionen Zuschauer sahen die drei Teile von "Ku'damm 63", der dritten Staffel der historischen Reihe um eine Familie im Berlin der 50er und 60er Jahre. Das entspricht einem Marktanteil von 15,7 Prozent. Mindestens genauso erfreulich: Der Mehrteiler kam in der Mediathek auf mehr als 4,4 Millionen Abrufe. Zusammenaddiert erreichte "Ku'damm 63" damit pro Folge 6,14 Millionen Zuschauer - ein hervorragender Wert.

Kein Wunder, dass sich die Frage nach einer Fortsetzung der Reihe um die Familie Schöllack stellt. Noch hat das ZDF sich nicht zu weiteren Folgen geäußert. Doch Drehbuchautor Marc Terjung hat im Interview mit der Website "Goldenen Kamera" bereits angedeutet, wie die Geschichte weitergehen könnte: "Wenn es eine vierte Staffel geben sollte, wären 1967 und 1968 die logischen Jahre dafür", sagte er. Aus Sicht der Geschichte hält Terjung eine vierte Staffel für denkbar. "Wenn das ZDF und die Schauspieler weiterhin Lust haben, wäre es gut möglich. Und natürlich wünschenswert."

Erfunden wurde die Serie um die Tanzschulbesitzerin Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihre drei Töchter Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) von der Autorin Annette Heß, die auch die Drehbücher zu "Ku'damm 56" und "Ku'damm 59" verfasste.

"Ku'damm 63" verarbeitet historische Ereignisse

Headautor bei "Ku'damm 63" war Marc Terjung, der bereits die populären Anwaltsserien "Edel & Starck" oder "Danni Lowinski" schrieb. Der 55-Jährige ließ in die neuen Folgen zeitgeschichtliche Ereignisse wie den Kennedy-Besuch in Berlin und die Folgen des Mauerbaus einfließen. Terjung möchte das auch in einer möglichen vierten Staffel fortführen - dann soll die 68er-Bewegung einen breiten Raum einnehmen. Anzeichen seien bereits 1963 sichtbar gewesen, sagt der Autor. An der Freien Universität hätte es etwa Proteste gegen den damaligen AStA-Vorsitzenden Eberhard Diepgen gegeben. "Der nämlich war den Studenten zu konservativ, und sie sind gegen ihn auf die Barrikaden gegangen."

Sollte es tatsächlich dazu kommen, darf man gespannt darauf sein, wie sich die Familie Schöllack in der Revolte positionieren wird - und welche der Töchter dann auf die Barrikaden geht.

Verwendete Quellen: ZDF, Goldene Kamera,

che

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