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"Musikantenstadl" in Gefahr: Andy Borg ruft Zuschauer zur Hilfe

Hartnäckig halten sich Gerüchte über das Aus der Volkmusikshow "Musikantenstadl". Jetzt hat Moderator Andy Borg zur Unterstützung aufgerufen. Er wünsche sich mehr Toleranz für ältere Zuschauer.

Wetten, dass ..?" wird dieses Jahr dran glauben müssen, ist der "Musikantenstadl" als nächstes dran? Die große Samstagabendshow läuft seit 1981 in der ARD, wird auch in Österreich und der Schweiz ausgestrahlt. Es ist die bekannteste Volksmusiksendung im deutschsprachigen Raum und holt regelmäßig um die vier Millionen Zuschauer vor die Bildschirme - noch.

Denn hartnäckig halten sich Gerüchte, dass nach 2015 Schluss sein soll mit der Volksmusik-Heiterkeit. Auf Facebook hat der Moderator Andy Borg nun einen emotionalen Brief veröffentlicht und zur Unterstützung aufgerufen.

"Wenn Ihr wollt, dass es den Stadl noch weitere Jahre geben soll, dann scheut Euch nicht, dies dort zu sagen, wo man Euch nicht überhören kann," schreibt Borg. Die Show, die Volksmusikstars wie Stefanie Hertel groß gemacht hat, zieht vor allem ältere Zuschauer an, was den zuständigen Sendern offenbar nicht mehr gefällt.

"Das Durchschnittsalter der Zuschauer müsse nach unten korrigiert werden, höre ich immer wieder hinter vorgehaltener Hand. Ich bin aber stolz darauf, sagen zu dürfen, dass unsere Stadl-Zuschauer im Schnitt 68 Jahre jung sind", schreibt der 53-Jährige und prangert dann einen "um sich greifenden Jugendwahns in unserer Gesellschaft" an. "Stadl-Zuschauer sind keine 'Zapper', sie sind Menschen, die sich ganz bewusst diese Sendung anschauen und auch dran bleiben", sagt Borg. Er wünsche sich mehr Toleranz für das Bedürfnis nach Unterhaltung unserer älteren Mitbürger und für Menschen, die einen anderen Musikgeschmack haben.

Borg hat den "Musikantenstadl" 2006 von seinem Vorgänger Karl Moik übernommen. Er gibt sich auch Kritikern gegenüber selbstbewusst: "Können vier Millionen Zuschauer am Samstagabend irren? Ja, sagt das deutsche Feuilleton, dem die Haare schon bei Nennung unseres Sendenamens zu Berge steht. Nein, sage ich, weil wir authentisch sind und ein auf die Bedürfnisse unseres Publikums zugeschnittenes professionelles Unterhaltungsangebot präsentieren."

Auf Facebook gibt es mittlerweile schon eine Unterstützer-Seite, auch eine Online-Petition ist ins Leben gerufen worden.

sst