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"Schlag den Raab" vs. "Alle auf den Kleinen": Stefan Raab fährt den Quotensieg ein

Es war keine gute Idee von RTL die Pocher-Show "Alle auf den Kleinen" von Freitag auf Samstag zu verlegen. Das direkte Duell mit "Schlag den Raab" führte zu einem desaströsen Ausgang.

Am ersten Samstagabend der neuen TV-Saison ging RTL auf Risiko - und verlor. Gegen die ProSieben-Erfolgsshow "Schlag den Raab" stellte der Kölner Sender die Oliver Pocher-Show "Alle auf den Kleinen" auf. Das Ergebnis: Ein Totalausfall für RTL, ein großer Sieg für ProSieben.

Für Stefan Raab lief es am Samstag wieder wunderbar. Er entschied die Show nicht nur abermals für sich, sondern siegte auch im Quotenkampf. Mit 1,61 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 21,1 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war "Schlag den Raab" der Quotensieger des Abends und verfehlte nur knapp den Jahresrekord von 21,2 Prozent.

Oliver Pocher erzielte mit nur 670.000 Zuschauern in der werberelevanten Zielgruppe und einem Marktanteil von 8,2 Prozent dagegen ein katastrophales Ergebnis. Aber auch in der Gesamtreichweite hatte ProSieben die Nase eindeutig vorn. Hier sahen 2,62 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die Raab-Show, während sich Pocher mit 1,58 Millionen Zuschauern begnügen musste. Folglich kam ProSieben auf 13,2 Prozent des Gesamtmarktanteils. Bei RTL reichte es nur für 7,1 Prozent.

Maus schlägt alle

Oliver Pocher wurde aber nicht nur von Raab geschlagen, sondern auch von der Maus. Im Ersten lief mit "Frag doch mal die Maus" am Samstagabend eine etablierte Familienshow. Die wurde insgesamt von 3,32 Millionen Zuschauern verfolgt, was einem Marktanteil von 13,5 Prozent entspricht. An diesen Wert reichte auch "Schlag den Raab" nicht heran.

Auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sah es für die ARD besser aus als für RTL. 0,85 Millionen Zuschauer und somit 9,8 Prozent entschieden sich für die Quizshow, die von Eckart von Hirschhausen moderiert wird.

Völlig untergegangen ist nach "Alle auf den Kleinen" übrigens auch der Auftakt der "Bülent Ceylan Show". Mit einem Zielgruppenwert von 0,59 Millionen und 10,9 Prozent lief es aber etwas besser als das Vorprogramm.

Ellen Ivits