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TV-Kritik

"The Masked Singer": The Masked Mutzke: Vier Stunden warten auf das, was schon alle ahnten

Das Finale der Rateshow "The Masked Singer" rund um die singenden Stars endete erwartungsgemäß: Der Astronaut alias Max Mutzke schaukelte das Ding nach Hause. Beim Monsterchen flossen sogar Tränen – der Rührung.

Von Simone Deckner

Max Mutzke nach dem Sige bei der ProSieben-Show "The Masked Singer"

Sänger und "Astronaut" Max Mutzke ging nach dem Sieg bei der ProSieben-Show "The Masked Singer" auf die Knie, "Grashüpfer" Gil Ofarim muss sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben

DPA

Und dann wünscht man sich doch kurz, dass alle falsch liegen. Dass sich hinter der Maske des Astronauten eben nicht der Mann verbirgt, auf den alle seit Wochen tippen. Dass nun, nach nahezu vier Stunden, gefühlt 83 Werbeunterbrechungen und einer Unmenge überflüssiger Jury-Nachfragen doch noch etwas Überraschendes passiert. Weil es einfach schön und der Begeisterung würdig wäre, die "The Masked Singer" zu Recht entfacht hatte in den vergangenen sechs Wochen.

Ausgerechnet zu ihrem Ende aber ging ProSiebens Überfliegershow ein wenig die Luft aus. Zu klar hatten sich die Tipps verdichtet, welche Stars sich unter den letzten Masken verbergen könnten. Zu offensichtlich waren die Hinweise gewesen. Zu unplausibel die möglichen Alternativen. Nur mit ganz eng zusammengekniffenen Augen konnte man sich etwa noch einreden, dass der blanke Hinterkopf, der sich da aus dem Astronautenhelm schälte, womöglich Oli P. gehören könne.

Max Mutzke gewinnt "The Masked Singer"

Es war dann natürlich doch Max Mutzke. Und damit also genau der Mann, den alle, Ruth Moschner ausgenommen, als Sieger getippt hatten. Er hatte wie kein anderer die Töne getroffen, auch die höchsten. Er hatte mit seiner Version von Eric Claptons Ballade "Tears In Heaven" im Finale schließlich auch dem Herrn Grashüpfer – bei dem es sich, ebenfalls wie erwartet, um Gil Ofarim handelte – in die Schranken gewiesen. 15 Jahre, nachdem er eine Raab-Castingshow mit kompliziertem Namen ("SSDSGPS" = Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“) gewann, siegte Mutzke bei einer Show mit komplizierten Kostümen. Verdient? Definitiv. Überraschend? Nicht wirklich. 

Moderator Matthias Opdenhövel macht ein Selfie mit einem "The Masked Singer"-Showteilnehmer.

Umso erfrischender, was der frisch gekürte Sieger mit Blick zur Jury als Erstes sagte: "Ich habe am Anfang nicht verstanden, warum ihr da seid." Auf Twitter ätzten viele, dass ihnen das bis heute rätselhaft sei. Collien Ulmen-Fernandes, Max Giesinger, Ruth Moschner und jeweils ein Gastjuror – dieses Mal: Sänger Adel Tawil – zeigten hohen detektivischen Ehrgeiz, sorgten aber auch durch Namedropping (Eckart von Hirschhausen, Hartmut Engler, Alexander Gerst, Lindsay Lohan) für Verwirrung.

Aber egal, wie abseitig ihre Theorien auch sein mochten: Mangelnde Begeisterungsfähigkeit konnte man der Jury nicht nachsagen. Max Giesinger feierte jeden Auftritt, auch die weniger geglückten, mit einem "mega-mäßig abgeliefert". Ruth Moschner sprach mit weit aufgerissenen Augen darüber, wen sie alles per WhatsApp und Instagram verfolgt hatte und Collien Ulmen-Fernandes stellte eigens ein "Stalkingteam" zusammen, deren Hinweise sie oftmals klug kombinierte.

Aber man muss "The Masked Singer" auch ausdrücklich loben. Wo sonst hört man zur Primetime einen Typen im weißen Engelskostüm, der wütend zu System Of A Down's "Chop Suey" brüllt, was das Zeug hält? Eine äußert reizvolle Vorstellung, wie dem Ehepaar Meier-Wollenberg in München da kurzzeitig die Chipstüte aus der Hand gefallen sein dürfte. "Geil, das ist meine Lieblingsband", frohlockte überraschend auch Max Giesinger. Solch' einen Musikgeschmack hätte man dem Popsänger gar nicht zugetraut.

Verborgene Talente entdeckt

Als Metalfan bekannt ist hingegen Comedian Bülent Ceylan. Der sagte nach seiner Enttarnung, er habe es als "Ehre" empfunden, dass ihn so viel Zuschauer schon nach der ersten Sendung als den Shouter unter dem Engelskostüm erkannt hätten. "Das schlimmste war nur, nicht zu headbangen", verriet Ceylan. Er kündigte an, bei seinen kommenden Comedy-Shows auch weiterhin den Engel zu geben.

Dass hinter der Maske des Kudu Moderator Daniel Aminati steckte, war auch schon lange kein Geheimnis mehr. "Ich habe oft keine Luft mehr bekommen, aber ich dachte nur: Hauptsache Party machen!", fasste er seine Zeit bei der Show zusammen. Blieb eigentlich nur noch eine Maske, bei der etwas gerätselt werden konnte: Das Monster, von Moderator Matthias Opdenhövel liebevoll Monsterchen getauft. "So ein süßes Gesamtpaket", fand Ruth Moschner. "Das Monster ist auf jeden Fall der Sieger der Herzen", sagte Gastjuror Adel Tawil. Am Ende votierte die Jury 50:50: entweder Dschungelkönigin Evelyn Burdecki oder Boxweltmeisterin Susi Kentikian.

Es war Kentikian. "Mein Baby wird mir fehlen, ihr werdet mir fehlen!", schluchzte sie sichtlich ergriffen, überwältigt von der Zuneigung, die sie von den Zuschauern, der Jury und nicht zuletzt von Moderator Matthias Opdenhövel bekommen hatte. Sie habe sich nie verstellt, sei genau so tollpatschig und fröhlich. "Das alles war nicht gespielt", so Kentikian. Dass sie allerdings Singen könne, habe sie nicht geahnt. Das ist sicher eines der Erfolgsgeheimnisse von "The Masked Singer": Dass nicht nur die Zuschauer darauf brennen, zu erfahren, wer unter den Masken steckt – sondern dass auch die Maskierten gespannt sein können: Darauf, welche verborgenen Seiten in ihnen schlummern.

Sie haben das Finale von "The Masked Singer verpasst? Im stern-Liveticker könnem Sie die Highlights noch einmal nachlesen.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.