VG-Wort Pixel

"Wer wird Millionär?" "Höchst interessant": Kandidatin berichtet von ihrer Arbeit in einer Porno-Videothek

"Wer wird Millionär?"-Kandidatin Cornelia Schubert
"Wer wird Millionär?"-Kandidatin Cornelia Schubert
© Stefan Gregorowius / TV Now
Kurz und schmerzlos beantwortete eine "Wer wird Millionär?"-Kandidatin aus Berlin die Fragen bis zur Summe von 16.000 Euro. Ins Detail ging sie dagegen, als sie von ihrem Job in einer Porno-Videothek erzählte.

Der Auftakt war schon mal vielversprechend: "Es war meine letzte Chance. Ich muss es heute entweder auf den Ratestuhl oder auf Herrn Jauchs Schoß schaffen", sagte "Wer wird Millionär?"-Kandidatin Cornelia Schubert, als sie in der Quizsendung Platz nahm. Moderator Jauch guckte leicht irritiert und antwortete: "Da bin ich ja froh, dass wir es so gelöst haben." Der 64-Jährige stellte Schubert als Kioskverkäuferin aus Berlin vor und ratterte anschließend ihren beruflichen Lebenslauf herunter. Denn der, so Jauch, sei "der Wahnsinn".

Angefangen habe Schubert im Kohle- und Chemiehandel, gefolgt von einer kaufmännischen Ausbildung und einem Ökonomiestudium. Kellnerin, Köchin, Verkäuferin und Putzfrau war sie auch schon, und vor ihrer Tätigkeit im Kiosk, arbeitete sie in einer Videothek. Um welche Art von Videothek es sich dabei gehandelt hat, verriet Schubert nach Beantwortung der 4000-Euro-Frage.

Sie habe sich auf eine Anzeige als Kassierern beworben und dachte an eine Stelle im Supermarkt. Doch im Gespräch stellte sich heraus, dass es sich um eine Videothek handelt. "Da dachte ich: Noch besser, ich bin Filmfreak. Ich kenne alle Filme. Ich kann die Kunden beraten", erzählte Schubert. Tatsächlich war es aber eine Videothek für Erwachsene, in der Pornofilme verliehen wurden.

"Wer wird Millionär?"-Kandidatin bringt Günther Jauch in Verlegenheit

Drei Monate arbeitete die Berlinerin in dem Laden und studierte in dieser Zeit ihre Kunden ganz genau. "Die Stammkunden kamen drei- bis viermal die Woche und haben sich vier, fünf Videos ausgeliehen. Das kostet ja auch Zeit, da ist der Abend voll", sagte Schubert. Erstaunt sei sie gewesen, dass auch viele jüngere Männer regelmäßig die Videothek besuchten. "Ich meine, mit 25 – da waren wir doch noch mit dabei. Da haben wir uns doch noch keine Pornos ausgeliehen, oder?"

Günther Jauch kam gar nicht richtig zum Antworten, weil seine Kandidatin munter weiter plauderte: "Die holen sich immer die gleichen Sparten, die gleichen Genres. Wenn sich jemand immer diese Schwangeren-Videos ausleiht, könnte man annehmen, er ist Mediziner. Aber möchte man von dem auch behandelt werden?"

Günther Jauch moderiert die beliebte Quizshow "Wer wird Millionär?" seit 1999.

Eine Frage brannte Jauch dann doch noch unter den Nägeln: "Mussten Sie sich die Videos vorher reinziehen, damit Sie empfehlend tätig werden konnten?" Schubert antwortete: "Nein, aber es ist ja wie in jeder normalen Videothek. Die Bänder mussten zurückgespult werden."

Dass sie ihren Job nach nur drei Monaten schon wieder los war, erklärte die Berlinerin so: "Viele Männer fühlten sich optisch belästigt. Ich hab mir die ganz genau angeguckt. Man kann denen ja vielleicht mal wieder begegnen. Es war höchst interessant. Falls ich mal ein Buch schreiben sollte, dann sind das mindestens zwei Kapitel." Jauchs Fazit: "Die Abgründe der Menschen, insbesondere der Männer, sind natürlich unendlich."

Einige Quizfragen hatte die Kandidatin auch noch zu beantworten. Cornelia Schubert zockte sich bis zur 16.000-Euro-Frage und kehrt erst nach der Sommerpause zurück. Vielleicht hat sie dann noch weitere Anekdoten aus ihrem Berufsleben auf Lager.

Die ganze Folge "Wer wird Millionär?" sehen Sie bei TV Now

Lesen Sie auch:

jum

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker