VG-Wort Pixel

"Wetten, dass ..?"-Moderation Kerkeling sagt Gottschalk ab


Hape Kerkeling wird nicht "Wetten, dass ..?"-Moderator. Das hat der Entertainer am Samstagabend live in der Sendung bekannt gegeben. Es war ein bemerkenswerter Auftritt - und ein Hieb fürs ZDF.

Seit Samstagabend, etwa 22.10 Uhr, ist es offiziell. Nein, er macht es nicht. Hape Kerkeling, Deutschlands "Wetten, dass ..?"-Moderator der Herzen, hat abgesagt, in Thomas Gottschalks vorletzter Sendung. Feierlich fragte ihn der scheidende Moderator auf dem Sofa: "Möchten Sie die Nachfolge für Thomas Gottschalk antreten?" Und Kerkeling antwortete: "Nein, ich möchte nicht." Und, um sicher zu gehen: "Ich werde es nicht machen." Es sei eine Ehre, dass sich so viele Menschen wünschten, dass er diesen Job mache. Aber er wolle sich die Freiheit bewahren, sich auch anderen Projekten zu widmen, sagte Kerkeling.

Mit seiner öffentlichen Absage beendet Kerkeling eine monatelange Diskussion um seine Person. Für das ZDF ist das zunächst ein Rückschlag. Es wird schwer werden, nun einen Kandidaten zu präsentieren, der es an Popularität mit Kerkeling aufnehmen kann.

Die ganze "Wetten, dass ..?"-Sendung stand am Samstagabend unter dem Eindruck der mit Spannung erwarteten Antwort Kerkelings. Zunächst hatte auch nicht Gottschalk, sondern der von Kerkeling dargestellte Provinzreporter Horst Schlämmer die Show aus Leipzig eröffnet. Die Botschaft, die Schlämmer - Chefredakteur des fiktiven "Grevenbroicher Tageblatts" - dem Publikum überbrachte, lautete da schon: Kerkeling ("Die Hackfresse") werde künftig nicht "Wetten, dass..?" als Gottschalk-Nachfolger präsentieren. Kerkeling habe zu hoch gepokert, weil er hätte 5000 Mark pro Sendung haben wollen, ergänzte Schlämmer noch. Aber zu dem Zeitpunkt war noch unklar, ob es sich bei Schlämmers Erklärung nicht um eine weitere Finte Kerkelings handelte.

"Es lebe hoch, das deutsche Fernsehen"

Schlämmer philosophierte über die Gottschalk-Nachfolge. Wer sonst könne den Job machen? Die Daniela Katzenberger würde das ZDF wohl kaum kriegen, Jörg Pilawa sei auch im Gespräch, so sinnierte er, aber wer wolle schon drei Stunden Quiz hören? Stefan Raab komme auch infrage, er habe immerhin denselben Zahnarzt wie er selbst (Schlämmer hat schiefe Zähne).

Bevor Kerkeling das Geheimnis lüftete, bewarb er noch mit einer Art Medley sein Musical "Kein Pardon", das demnächst in Düsseldorf Premiere hat. Es wurden mehrere Stücke aus dem Musical teilweise gesungen. Am Schluss schmetterte das Ensemble, unterstützt von Gottschalk: "Es lebe hoch, das deutsche Fernsehen." Wenn man's genau nimmt, war das richtig lustig.

fgüs/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker