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"Adam sucht Eva": Rekordquoten - warum so viele Patricia Blanco nackt sehen wollen

Über 3,6 Millionen sahen den Start von "Adam sucht Eva": Die Nackedei-Show bei RTL ist ein Quotenhit. Darum ist das Format so erfolgreich.

Es war der erfolgreichste Start seit Bestehen der Show: 3,63 Millionen Zuschauer schalteten am Samstagabend "Adam sucht Eva" ein und bescherten RTL damit einen Marktanteil von 16,1 Prozent. Auch wenn die zweite Folge am Sonntagabend mit 2,22 Millionen deutlich weniger Menschen vor den Bildschirm lockte, bleibt die Nackedei-Show eine der erfolgreichsten Formate des Kölner Senders. Doch warum wollen alle Patricia Blanco und Co. nackt sehen?

Es ist die pure Lust am Voyeurismus, die die Quote nach oben schnellen lässt. Denn anders als beim oder bei "Promi Big Brother" müssen sich C-Promis hier tatsächlich nackig machen. Kein Badeanzug, keine Badehose bleibt ihnen, um das letzte bisschen Intimsphäre zu bewahren.

Briten entsetzt über "Adam sucht Eva"

"Ein neuer Tiefpunkt für Reality TV?", fragte das britische Boulevardblatt "Daily Mail" im vergangenen Jahr entsetzt. Der Autor beschrieb die Show als "absurd" und "obszön" - und das obwohl die Briten mit TV-Formaten wie "Geordie Show", eine Reality-Soap in der es vorwiegend um Bier, Brüste und Bettgeschichten geht, einiges an Trash gewohnt sind. Doch die nackten Brüste und Penisse von "Adam sucht Eva" sind ein wenig zu "shocking" für die Inselbewohner.

Doch die nackten Tatsachen sind das Erfolgsrezept der Show. Wer würde Patricia Blanco, Martin Kesici oder Djamila Rowe beim Flirten zusehen, wenn die TV-Sternchen nicht ausgezogen wären? Es ist die Lust am Betrachten, die Zuschauer vor den Fernseher lockt. Ähnlich wie in den 80er Jahren bei der Strip-Show "Tutti Frutti". Damals mussten sich Kandidaten bei Moderator Hugo Egon Balder vor laufender Kamera ausziehen . Die hanebüchenen Regeln und absurde Punktevergabe interessierten kaum jemanden, Hauptsache es gab was zu gucken.

"Tutti Frutti" unter Palmen

"Adam sucht Eva" ist das "Tutti Frutti" unter Palmen: eine plumpe Kuppelshow mit textilfreien C-Prominenten als Kandidaten und sinnfreien Regeln wie dem "Pumuschelmann". Jede Trash-Show scheint ihre Zeit zu haben.


mai