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"Moma": Streik beim WDR - "Morgenmagazin" bricht Live-Sendung ab

Die Zuschauer des ARD-"Morgenmagazins" staunten am Dienstagfrüh nicht schlecht: "Das ist eine Aufzeichnung" war in einem Hinweis am Bildrand zu lesen. Dabei sendet das "Moma" sonst immer live. Die Erklärung lieferten die Moderatoren nach einer Stunde.

ARD-"Morgenmagazin"

Das "Morgenmagazin" mit Anja Bröker und Sven Lorig. Ab 7 Uhr bekamen die Zuschauer nur noch eine Aufzeichnung zu sehen.

ARD

Das "Morgenmagazin" der ARD ist eine Live-Sendung. Von Montag bis Freitag wird das "Moma", wie es abgekürzt heißt, von 5.30 Uhr bis 9 Uhr live aus den WDR-Studios in Köln ausgestrahlt, die "Tagesschau" wird halbstündlich aus Hamburg dazu geschaltet. Doch am Dienstagfrüh strahlte die ARD eine Aufzeichnung aus.

"Dies ist eine Aufzeichnung der Sendung zwischen 6 und 7 Uhr", hieß es in einem Hinweistext, der am unteren Bildrand eingeblendet war. Wer bereits um 6 Uhr eingeschaltet hatte, bekam jetzt die gleichen Moderationen wie in der Stunde davor zu sehen. Weitere Erklärungen, warum die Live-Sendung abgebrochen wurde, gab es zunächst nicht. Erst um 7.57 Uhr meldete sich Moderator Sven Lorig wieder live zu Wort. 

Erklärung liefert die ARD erst hinterher nach

"Die letzte Stunde mussten wir wiederholen, weil im Westdeutschen Rundfunk gestreikt wird", klärte der Moderator die Zuschauer auf. "Die Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen. Jetzt sind wir aber wieder live auf Sendung hier aus Köln." "Das ARD-'Morgenmagazin' ist zurück", ergänzte Kollegin Anja Bröker. 

Auf dem Nachrichtendienst Twitter hatten sich in der Zwischenzeit besorgte Zuschauer nach den Gründen für die Ausstrahlung einer Aufzeichnung erkundigt. Nach anfänglichem Schweigen meldete sich dann das "Moma"-Team zu Wort: "An einigen Stellen im WDR streiken heute Kollegen, die in den Sendebablauf involviert sind. Deshalb haben wir das Programm ab 6 Uhr aufgezeichnet und senden bis voraussichtlich 8 Uhr eine Wiederholung des bisherigen Moma-Programms", hieß es via Twitter.

Wer streikte und warum?

Mehrere Gewerkschaften hatten Mitarbeiter des Kölner Senders für Dienstag zum Warnstreik aufgerufen. Darunter auch Kameraleute, die pünktlich um 7 Uhr die Arbeit nieder legten. Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) wollen mit einer ganztägigen Aktion den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen vor der dritten Runde am Donnerstag erhöhen.

mai