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"Bares für Rares" 25-Euro-Internetring erzielt das 22-fache - Verkäufer bleibt ehrlich und wird belohnt

Bares für Rares
"Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel erklärt den Wert des Rings von Daius Katulski. Moderator Horst Lichter (M.) hört gespannt zu.
© ZDF
Schmuckkauf im Internet ist Vertrauenssache. Bei "Bares für Rares" steht ein 25-Euro-Ring zum Verkauf. Der entpuppt sich als echtes Schnäppchen.

Es ist ein echtes Internet-Schnäppchen: Viel weiß Daius Katulski aus Meschede nicht über den Ring, den er online erstanden hat. Doch er ahnt, dass das Schmuckstück mit dem grünen Stein viel mehr wert sein könnte als die 25 Euro, die er dafür bezahlt hat. Da seiner Frau der Ring nicht gefallen habe, soll er nun verkauft werden. Doch wie viel ist er tatsächlich wert?

"Ich gehe hier von 22-karätigem Gold aus", sagt Expertin Heide Rezepa-Zabel, nachdem sie den Ring getestet hat. Die Punzen an der Seite seien nicht mehr erkennbar gewesen, doch der Säuretest fiel eindeutig aus: "916er Gold." Der Ring stamme vermutlich aus Russland oder Polen. Weniger gute Nachrichten hat die Expertin beim zirka fünf Karat großen Stein. Es handle sich nicht um einen Smaragd, sondern um einen grünen Beryll, da er kein Chrom enthalte. "Sonst wäre er über 2000 Euro wert gewesen", erklärt Rezepa-Zabel.

"Bares für Rares"-Expertin entdeckt Riss im Stein

Zumindest den Goldwert möchte Besitzer Katulski gerne dafür haben. "Ich habe so 180 Euro ausgerechnet", erklärt er. Damit wäre sein Kaufpreis versiebenfacht. Da der Stein einen inneren Riss aufweise, geht auch Rezepa-Zabel in ihrer Schätzung nur vom Goldpreis aus. Der liege aber bei immerhin 220 Euro. Moderator Horst Lichter will wissen, was der Stein wert gewesen wäre, wenn es sich um einen reinen, blauen Diamanten gehandelt hätte. "Eine Million pro Karat muss man rechnen", antwortet die Expertin dem verdutzten Lichter.

Im Händlerraum starten die Gebote niedriger. Der Ring kommt gut an. Besitzer Katulski bleibt ehrlich und sagt: "Der Stein hat leider einen Riss." Trotzdem startet Elke Velten-Tönnies mit 300 Euro. Daniel Meyer erhöht auf 420 Euro. Die beiden Händler überbieten sich gegenseitig. Da Meyer mit dem Beryll hadert, steigt er bei 550 Euro aus.

"Ich hätte nie erwartet, dass ich so viel Geld für den Ring bekomme", sagt Katulski stolz. Er hat immerhin das 22-fache des Kaufpreises bekommen.

mai

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