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"Bares für Rares" Bis zu 4000 Euro – unscheinbarer Hobel entpuppt sich als Sensation

Sven Deutschmanek hält im Studio von Bares für Rares einen Hobel in der Hand
Ein seltenes Sammlerstück: "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek erklärt die Funktionsweise des antiken Hobels.
© ZDF
Sowas gab's bei "Bares für Rares" noch nie: In der Show steht ein Hobel zum Verkauf – mit einem erstaunlichen Wert.

"Das ist ja toll", sagt Moderator Horst Lichter erstaunt. Bei "Bares für Rares" steht ein Objekt zum Verkauf, das noch nie in der ZDF-Trödelshow zu sehen war: Peter Stahlich aus Goldenstedt kommt mit einem antiken Hobel in die Sendung. "Das Teil habe ich von einem Sammler in den USA", erklärt der 59-Jährige. Doch inzwischen habe er sich daran satt gesehen und hofft darauf, einen anderen Liebhaber zu finden.

"Das ist ein sogenannter Nuthobel", erklärt "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek. Vermutlich sei das antike Stück aus Birnenholz und Messing beim Kutschenbau zum Einsatz gekommen. Der Experte erklärt die Funktionsweise des Hobels. "Das Alter macht ihn so besonders", sagt Deutschmanek. Der Hobel sei von 1852 und damit 168 Jahre alt. Ein Hersteller lässt sich nicht sicher ausmachen. Der Hobel könnte jedoch aus Österreich stammen.

"Bares für Rares"-Experte bestätigt unglaublichen Preis

Besitzer Stahlich ruft seinen stolzen Wunschpreis für die Rarität auf: "Nicht unter 2000 Euro", erklärt er. Während Moderator Lichter erstaunt schaut, bleibt Experte Deutschmanek locker. "Ich weiß, dass in Sammlerkreisen solche Preise bezahlt werden", sagt er. Doch man müsse einen Sammler erstmal finden. Seine Schätzung beläuft sich auf 1300 bis 1500 Euro. "Wenn einer durchgeknallt ist, zahlt er vielleicht auch 3000 oder 4000 Euro." Doch ist unter den Händlern ein Hobel-Freund?

Händler von Bares für Rares: Horst Lichter präsentiert die Erfolgsshow im ZDF

Im Verkaufsraum ist das Staunen groß. "Was macht man damit?", fragt Fabian Kahl. "An wen ich das verkaufe, weiß ich auch noch nicht, aber ich finde es schön", sagt Julian Schmitz-Avila und startet mit einem Gebot von 100 Euro – weit unter der Expertise. Bei 260 Euro von Christian Vechtel steigen die anderen Händler bereits aus. "Das ist viel Geld, entspricht aber nicht meinen Vorstellungen", sagt Stahlich und nennt die Schätzung. "Das muss ich erstmal sacken lassen", sagt Schmitz-Avila und bietet noch 1000 Euro an. "Dafür kann ich nicht verkaufen", sagt Stahlich. Das Geschäft scheitert.

Der teuerste Hobel bei "Bares für Rares" findet keinen Käufer. "Vermutlich kennen die Händler niemanden aus dem kleinen Sammlerkreis", glaubt Stahlich. Das seltene Stück bleibt in seinem Besitz.

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Quelle: "Bares für Rares" vom 27. November 2020. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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