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"Bares für Rares" "Sei knallhart" – Horst Lichter hat böse Vorahnung und warnt Verkäufer vor den Händlern

Horst Lichter steht im Studio von "Bares für Rares" in Pulheim und schaut in die Kamera
Er ist die gute Seele von "Bares für Rares": Horst Lichter moderiert die ZDF-Trödelshow seit 2013. Privat ist der 59-Jährige ein Autonarr, fährt mehrere Oldtimer - unter anderem einen Opel GT.
© ZDF
Der "Bares für Rares"-Experte ist begeistert: Drei alte Friseurstühle schätzt Sven Deutschmanek auf 1500 Euro. Doch was die Händler bieten, ist enttäuschend.

Diese drei Stücke haben Seltenheitswert: Ulrich Hansmeier aus Dortmund kommt mit drei alten Friseurstühlen und den passenden Spiegeln zu "Bares für Rares". "Die würde ich gerne an jemanden geben, der den Sachen wieder Leben einhaucht", sagt der 60-jährige Zahnarzt, bei dem die Möbel aus einer Erbschaft seit Jahren im Keller verstauben. Experte Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter sind begeistert. "Ich find's grandios", sagt Lichter in der ZDF-Trödelshow. Doch sein Urteil teilen nicht alle – vor allem nicht die Händler.

"Die sind für die Ewigkeit gebaut", sagt "Bares für Rares"-Sachverständiger Deutschmanek über die in den 20er Jahren gefertigten Buchenmöbel. Die Stühle seien mit einer Mechanik versehen, mit der die Neigung verstellt werden kann. "Man sieht, dass mit diesen Stühlen gearbeitet wurde", sagt er über die Möbel, die bis vor ein paar Jahren in einem Friseursalon in Dortmund standen. Die Spiegel seien sogar aus Eichenholz gefertigt. "Ich find's phänomenal", sagt der Experte.

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Schätzung

125 Euro pro Teil hätte Besitzer Hansmeier gerne für seine Möbel – macht zusammen 750 Euro. Doch Experte Deutschmanke geht darüber. Pro Spiegel seien 300 drin, pro Stuhl 200 Euro. Das macht zusammen 1500 Euro. "Sei da ein bisschen knallhart und lass dir nix erzählen, das ist das Zeug auf jeden Fall wert", gibt Moderator Lichter dem Verkäufer noch als Rat für den Händlerraum auf den Weg. Offenbar hatte er bereits eine Vorahnung.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Ganz Schwierig" findet Christian Vechtel das angebotene Konvolut. Auch Walter "Waldi" Lehnertz glaubt nicht daran, dass er die Stücke zusammen verkaufen kann. Thorsden Schlößner möchte gar nicht erst mitbieten. Die Händler fragen nach dem Wunschpreis. "125 Euro pro Stück", sagt Hansmeier und bleibt damit bescheiden bei seiner ursprünglichen Preisvorstellung. "Die Expertise lag deutlich höher", merkt er an. Doch "Waldi" will trotzdem nur 300 Euro geben, "höchstens 400". Als er nach seinem Gebot gefragt wird, bietet er 350 Euro. Hansmeier schlägt ein, offenbar will er die Möbel nicht mehr mit nach Hause schleppen.

Beim Bezahlen scheint "Waldi" dann doch noch das schlechte Gewissen zu plagen. "Weil ich vorhin die Backen aufgerissen habe", sagt er und legt 400 Euro auf den Tisch. Obwohl die Expertise fast das Vierfache vorsah, ist Besitzer Hansmeier zufrieden. "Ich wusste vorher gar nicht, was ich erzielen kann", sagt er.

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Quelle: "Bares für Rares" vom 20. April 2021. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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