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"Bares für Rares" Vor der Zerstörung gerettet - für dieses Kunstwerk zahlen gleich zwei Händler Geld

Bares für Rares: Colmar Schulte-Goltz, Horst Lichter und die beiden Verkäuferinnen
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz, Moderator Horst Lichter und die beiden Verkäuferinnen stehen vor dem riesigen Gemälde.
© ZDF
Ein riesiges Gemälde steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Bei der Expertise entpuppt sich nicht das Bild, sondern vor allem der opulente Rahmen als besonders wertvoll. Dabei stand der kurz vor der Zerstörung.

Dem Rahmen dieses Gemäldes wäre beinahe ein schreckliches Schicksal widerfahren. "Ich wollte ihn Silber anstreichen", sagt Anita Ranzan aus Wuppertal. Das wäre seiner Zerstörung gleichgekommen. Doch Mutter Ilona Baumgarten wusste das zu verhindern – zum Glück. Denn bei "Bares für Rares" stellt sich heraus: Nicht das Gemälde an sich, sondern der Rahmen ist besonders wertvoll.

Experte Colmar Schulte-Goltz erklärt das Bild: "Es ist eine sehr große Landschaft, die sehr effektvoll gemalt ist." Die Szene, die eine Lichtung im Wald zeigt, wirke durch abwechselnd helle und dunkle Partien sehr lebendig. Als Maler kann Schulte-Goltz den holländischen Meister J.J. van Poorten ausmachen. Der habe bei diesem Bild die Techniken alter akademischer Malerei angewandt. Doch noch besser als das Werk an sich sei dessen stuckierter Rahmen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. "Ein sehr schönes, opulentes Stück", lobt der Experte den prächtigen, vergoldeten Rahmen.

"Bares für Rares"-Experte: Rahmen würde neu 4000 Euro kosten

"Wir hatten uns 1000 Euro vorgestellt", sagt Mutter Baumgarten über den Wunschpreis. Doch Schulte-Goltz liegt sogar noch darüber. "Wenn der Rahmen heute neu angefertigt werden müsste, würde das 4000 Euro kosten", sagt er über die aufwendige Handarbeit. Deshalb liege seine Expertise zwischen 1500 bis 1800 Euro. Die beiden Verkäuferinnen sind glücklich: "Damit hätten wir nicht gerechnet." Doch was bieten die Händler?

Zwar sind alle von dem Rahmen begeistert, doch die Gebote starten verhalten. Mit 480 Euro macht Walter "Waldi" Lehnertz den Anfang. Markus Wildhagen erhöht auf 500 Euro, "Waldi" legt 50 Euro oben drauf und glaubt, damit bereits am Ziel zu sein. "Da nehme ich das Bild lieber wieder mit", sagt Verkäuferin Ranzan. Julian Schmitz-Avila kommt auf eine Idee. Er hätte gerne nur den Rahmen. Schnell wird er sich mit Lehnertz einig. Der kauft für 250 Euro die Leinwand, Schmitz-Avila zahlt 700 Euro für den Rahmen. "Da mache ich einen Spiegel rein."

Sehen Sie im Video: "Bares für Rares" – fünf spannende Fakten zur Antiquitätenshow. "Bares für Rares" ist einer der Quotenerfolge im Nachmittagsprogramm. Die von Horst Lichter moderierte Sendung lockt täglich Millionen Menschen vor die Bildschirme. Fünf Fakten zur kultigen "Trödelshow":  Rekordsumme: Die teuerste Antiquität Der höchste Preis, der in der Sendung je erzielt wurde, liegt bei 42.000 Euro. Und zwar für ein diamantbesetztes Kreuz, das Holzsplitter des echten Kreuzes von Jesus beinhalten soll. Über 900 Folgen seit 2013 "Bares für Rares" läuft seit 2013 – zunächst nur sonntags. Mittlerweile wurden über 900 Folgen der Kultsendung ausgestrahlt. De älteste Antiquität ist 5000 Jahre alt Die älteste verkaufte Antiquität ist ein 5000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel, das für 1200 Euro den Besitzer wechselt. Fernsehpreise für "Bares für Rares"  Nicht nur ein Quotenerfolg: Die Antiquitätenshow wird auch mit Preisen ausgezeichnet. "Bares für Rares" gewinnt die Goldene Kamera 2018 und den Deutschen Fernsehpreis 2019.  Horst Lichter wurde von der Show abgeraten Horst Lichters Management rät ihm zunächst davon ab, die Sendung zu moderieren. Er sei Koch und kein "Trödelonkel", habe man ihn gewarnt. Mittlerweile ist der Moderator aus der Show nicht mehr wegzudenken.
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Für 950 Euro verkaufen Mutter und Tochter ihr altes Bild. Ilona Baumgarten schwärmt vor allem von "Waldi": "Das war wunderbar ihn zu treffen, weil das mein Favorit ist von allen", sagt sie. Die beiden Damen können sich rühmen, gleich von zwei Händlern Geld bekommen zu haben. Das gibt es bei "Bares für Rares" nicht oft.

mai

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