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"Bares für Rares" 40 Mark bezahlt – Verkäufer macht sagenhafte 17.750 Prozent Gewinn

Gerhard Degenkolb, Moderator Horst Lichter und Expertin Heide Rezepa-Zabel stehen im "Bares für Rares"-Studio in Pulheim
Bei "Bares für Rares" hofft Verkäufer Gerhard Degenkolb auf einen Geldsegen: Expertin Heide Rezepa-Zabel untersucht seine Goldmünze, Moderator Horst Lichter (Mitte) staunt.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" entpuppt sich eine alte Goldmünze als lohnende Investition. 40 D-Mark hat das Stück einst gekostet – heute ist es ein Vielfaches wert.

"Da haben wir einen Klopper", sagt Horst Lichter beim Anblick des prunkvollen Objekts: Gerhard Degenkolb aus Norderstedt kommt mit einer alten Goldmünze zu "Bares für Rares". "Mein Vater hat sie in den 70er Jahren von einem Geschäftsfreund angeboten bekommen", erklärt der 70-Jährige in der ZDF-Trödelshow. Da er ihm Geld geschuldet habe, sei der Preis damals ein Schnäppchen gewesen. "Er hat 40 D-Mark bezahlt." Moderator Lichter ahnt: "Das war gar kein schlechtes Geschäft."

Doch in Wahrheit handelt es sich nicht um eine Münze, sondern um eine Medaille. "Das Stück war nie in Umlauf", erklärt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel. Die Medaille sei anlässlich des 300. Geburtstag von Markgraf Ludwig-Wilhelm von Baden 1955 geprägt worden. "Es handelt sich um eine 900er Legierung, also schweres Gold." Die Auflage der Medaille sei nicht starr gewesen, sondern wurde nach Nachfrage aufgelegt. Deshalb lasse sich die genaue Stückzahl nicht sagen.

"Bares für Rares"-Expertin errechnet den Materialwert

Zwischen 3500 und 4000 Euro möchte Besitzer Degenkolb gerne für seine Medaille haben. Das entspräche einer sagenhaften Wertsteigerung von 20.000 Prozent - gemessen an den 40 D-Mark, die der Vater einst bezahlte. Expertin Heide Rezepa-Zabel ist keineswegs schockiert. Allein der Materialwert des Goldes läge bei 3377 Euro. "Die Münze wird mit fünf bis zehn Prozent mehr gehandelt", sagt sie. Ihr Preis liege bei 3500 bis 3700 Euro.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Im Händlerraum glaubt Julian Schmitz-Avila zunächst an eine Nachprägung und eine Vergoldung. Als er den Materialpreis hört, steigt er mit einem Gebot von 3400 Euro ein. Christian Vechtel erhöht auf 3500 Euro, Schmitz-Avila legt nochmal 50 Euro drauf und ist damit Höchstbietender. "Hoffentlich habe ich genug Geld dabei", sagt der Händler aus Bad Breisig. Es reicht gerade so.

Verkäufer Degenkolb ist glücklich über den Verkauf. Aus den angestrebten 20.000 Prozent Gewinn wurden immerhin stolze 17.750 Prozent. "Ich gehe entspannt nach Hause."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 22. Februar 2021. Die Trödelshow mit Horst Lichter läuft um 15.05 Uhr im ZDF und ist vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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