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"Bares für Rares": "Wie von Geisterhand" – diese kuriose Maschine aus den 80er-Jahren fasziniert die Händler

Ein Schachcomputer steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Das Besondere: Das Gerät von 1982 bewegt die Figuren wie von Geisterhand. Doch ist die Rarität so wertvoll wie die ersten Computer?

"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek setzt den Schachcomputer von Daniel Stuhlpfarrer in Gang, Moderator Horst Lichter ist fasziniert.

"Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek setzt den Schachcomputer von Daniel Stuhlpfarrer in Gang, Moderator Horst Lichter ist fasziniert.

ZDF

"Voll cool", findet Horst Lichter das Gerät: Mit einem Schachcomputer kommt Daniel Stuhlpfarrer aus Inzell zu "Bares für Rares". "Den habe ich damals zum 18. Geburtstag von meinen Eltern bekommen, damit ich Schach spielen lerne. Es hat geklappt", erklärt der Informatiker. Das Kuriose des Gerätes ist, dass die Figuren wie von Geisterhand bewegt werden. Wie das genau funktioniert und was der Computer heute noch wert ist, weiß Experte Sven Deutschmanek.

"Das ist ein Schachcomputer des Spieleherstellers MB, der 1982 auf den Markt gekommen ist", sagt der "Bares für Rares"-Sachverständige. Das Besondere sei damals gewesen, dass man keine falschen Züge haben machen können. Dank Induktionsschleifen und Magnetspulen habe der Computer die Figuren manuell bewegt. "Das bewegt sich wie von Geisterhand", sagt Deutschmanek. Damals sei das eine Sensation gewesen. Mit mehreren Programmen konnte der Computer gegen sich selbst spielen oder gegen einen menschlichen Gegner.

"Bares für Rares"-Experte: "Das Ding war unglaublich teuer"

Letztlich setzte sich der Schachcomputer mit dem Namen "Milton" aber nicht durch. Ein Grund sei der hohe Preis gewesen. "Das Ding kostete damals 1600 DM, das war unglaublich viel Geld", sagt Deutschmanek. Heute hätte Verkäufer Stuhlpfarrer gerne 200 Euro dafür. Da der Computer noch immer voll funktionsfähig ist, liegt Deutschmaneks Schätzung darüber: "Ich halte 400 bis 500 Euro für möglich."

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Auch bei den Händlern sorgt das Gerät für Begeisterung. "Wie von Zauberhand, ein Geisterschachspiel", freut sich Daniel Meyer. Doch bieten will er dafür nicht. Auch Fabian Kahl ist kein Schachfan. Doch Thorsden Schlößner hat an dem Schachcomputer Spaß. "Ich will den für mich haben", sagt er und bietet 200 Euro. Er bleibt der einzige Bieter. Stuhlpfarrer und Schlößner einigen sich auf 300 Euro.

"Ich dachte, es hätten noch mehr Händler Interesse", sagt der Verkäufer. Doch er sei mit dem erzielten Preis zufrieden.

mai