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Händler verkaufte unter Goldwert – Münchnerin macht 400 Prozent Gewinn

Eine glückliche Verkäuferin steht im Studio von Bares für Rares in Pulheim
Eine glückliche Verkäuferin steht im Studio von "Bares für Rares" in Pulheim bei Köln. Sie hat mit ihrem Armband ein gutes Geschäft gemacht.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein Goldreif zum Verkauf. Die Besitzerin hatte einen guten Riecher – denn sie bekommt das Vierfache ihres Einkaufspreises.

Sie hatte sich in den Armreif sofort verliebt: Christine Richter aus München kommt mit einem Schmuckstück zu "Bares für Rares", das sie ursprünglich für sich gekauft hatte. "Den habe ich in einem Antikladen beim Stöbern entdeckt", sagt die 54-Jährige in der ZDF-Trödelshow von Horst Lichter. Doch Richter hat nicht nur guten Geschmack bewiesen, sondern offenbar auch ein sensationelles Geschäft gemacht.

"Es ist Gold", sagt "Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz. Das habe die französische Punze verraten. Um die Legierung festzustellen, macht die Schmucksachverständige einen Test. "Das macht heute einen gewaltigen Unterschied", erklärt sie und spielt auf den hohen Preis von Gold an. Es handle sich um 750er Gold. Der Armreif sei in den 1870er Jahren entstanden und mit Perlen besetzt, die damals noch eine Seltenheit gewesen seien. "Insgesamt ein schönes Stück", sagt Horz. 

"Bares für Rares"-Expertin rechnet nach

Mindestens den Materialwert hätte Besitzerin Richter gerne für das Schmuckstück, das sie nur verkaufen möchte, weil es sich als unpraktisch erwiesen hat. "Im Büro am Schreibtisch ist es zu zerbrechlich", sagt sie. Weniger als 200 Euro habe sie bezahlt, jetzt hätte sie gerne 500 Euro dafür. Doch Wendela Horz liegt sogar noch darüber. Den Materialwert berechnet Horz mit 560 Euro. Da es sich um ein seltenes Stück handele, liegt ihr Schätzpreis noch höher: 800 bis 1000 Euro. "Ein toller Deal", sagt Lichter und meint: "Du solltest nochmal in den Laden gehen." Denn der Händler hat unter Wert verkauft.

Händler von Bares für Rares: Horst Lichter präsentiert die Erfolgsshow im ZDF

Das würde den "Bares für Rares"-Händlern nicht passieren. "Ein schöner Sommerschmuck", schwärmt Elke Velten-Tönnies und bietet 500 Euro. "Das ist unter Goldwert", erklär Richter, die taff verhandelt. Velten-Tönnies erhöht ihr Gebot auf 650 Euro, doch auch damit ist die Besitzerin noch nicht einverstanden. Mit Verweis auf die Pariser Herkunft des Armreifs steigt Fabian Kahl nochmal mit ein und bietet 750 Euro. Doch er wird von seiner Kollegin um 50 Euro überboten. Das edle Stück geht für 800 Euro zu Elke Velten-Tönnies nach Bonn.

"Ich bin sehr glücklich", sagt Richter. Sie hat mit ihrem Kauf über 400 Prozent Gewinn gemacht.

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Quelle: "Bares für Rares" vom 18. November 2020. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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