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"Bares für Rares": Monster-Uhr passt kaum ins Wohnzimmer - und auch nicht ins TV-Bild

"Mein Lieber Herr Gesangsverein": Eine riesige Standuhr weckt bei "Bares für Rares" das Interesse von Horst Lichter und den Händlern. 5000 bis 7000 Euro hätte der Verkäufer gerne dafür. Ist sie das wirklich wert?

Die Uhr von Fabian Ellroth muss bei "Bares für Rares" auseinander gebaut bleiben - sonst hätte sie nicht zusammen mit Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel ins Bild gepasst.

Die Uhr von Fabian Ellroth muss bei "Bares für Rares" auseinander gebaut bleiben - sonst hätte sie nicht zusammen mit Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel ins Bild gepasst.

ZDF

"Ich habe schon viele Standuhren gesehen, aber diese ist ausgesprochen schön." Moderator Horst Lichter ist begeistert von der imposanten Uhr, die Fabian Ellroth mit zu "Bares für Rares" bringt. Der Gymnasiallehrer aus Kempten will das Prachtexemplar, das schon in der Wohnung seiner Großeltern stand, verkaufen. "Die ist über 2,80 Meter hoch – Altbau oder vergiss es", sagt er über die Standuhr. Damit sie ins TV-Bild passt, bleibt sie auseinander gebaut. Wie alt die Standuhr ist und vor allem, was sie heute noch wert ist, soll die Expertise klären.

"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel gerät sofort ins Schwärmen. Die Uhr sei von der Firma Lorenz Furtwängler und Söhne hergestellt worden. "Die haben hochwertigste Uhren gefertigt, vom Kasten bis zum Uhrwerk", lobt er. Die Uhr aus Eiche und Nussbaum sei zwischen 1870 und 1895 hergestellt worden. Das Ziffernblatt sei versilbert und vergoldet worden. "Hier wurde auf Optik wert gelegt."

"Bares für Rares"-Experte enttäuscht den Verkäufer

"Was hättest du gerne dafür", fragt Horst Lichter den Verkäufer. Der würde von dem Geld gerne sein altes Auto restaurieren. "Dafür bräuchte ich 5000 bis 7000 Euro", sagt er. Ein stolzer Preis. Doch Detlev Kümmel muss ihn enttäuschen. "Wenn die Uhr in einem perfekten Zustand wäre, würde sie 5000 bis 6000 Euro bringen." Leider müsse aber das Uhrwerk komplett überarbeitet werden. "Da muss ein Uhrmacher ran", sagt Kümmel. Deshalb liegt seine Expertise bei lediglich 2000 bis 2500 Euro. "Ich habe es befürchtet", sagt Verkäufer Ellroth. Er will sein Glück bei den Händlern dennoch probieren. "Jetzt habe ich das Teil so weit hierher geschleppt."

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

Im Händlerraum wird die Standuhr von Daniel Meyer und Fabian Kahl unter die Lupe genommen. Meyer startet mit 700 Euro. Dann entspannt sich ein Bietergefecht zwischen ihm und Thorsden Schlößner. Die beiden Händler überbieten sich gegenseitig. Doch Meyer botet seinen Kollegen mit 2300 Euro aus. "Die Uhr ist mir sogar 2400 Euro wert", sagt er. Verkäufer Ellroth ist mit diesem Preis einverstanden und schlägt ein.

Bei Meyer weckt die Uhr Erinnerungen: "Bei meinem ersten Besuch bei einem Sammler stand ich vor so einer Uhr und war total begeistert. Da ich so eine Uhr nie wieder gesehen habe, wollte ich sie jetzt haben." Ellroth trennt sich mit gemischten Gefühlen von dem Familienerbstück. "Im Moment ein komisches Gefühl. Aber ich glaube, morgen kann ich mich freuen."

mai