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"Bares für Rares" 34 Mal so viel wert wie gedacht - Geschenk entpuppt sich als wertvolle Antiquität

"Bares für Rares"
"Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz präsentiert Moderator Horst Lichter das ungewöhnliche Objekt von Silvia Haumann und Jan-Dirk Wolken : eine Lipsanothek.
© ZDF
Die Verkäufer sind ratlos: Mit einem Mini-Altar kommen sie zu "Bares für Rares". Doch was aussieht wie alter Kirchennippes, entpuppt sich als wertvolle Rarität.

"Da weiß ich genau, dass ich nicht weiß, was es ist", sagt Horst Lichter: Mit einem ungewöhnlichen Objekt kommen Silvia Haumann und Jan-Dirk Wolken aus Hamm-Drechen zu "Bares für Rares". "Wir wissen nicht genau, was es ist", sagt das Paar über das Geschenk, das wie ein Mini-Altar aussieht. Tatsächlich ist "das komische Ding" weit wertvoller, als die Verkäufer annehmen.

"Wir haben hier eine Lipsanothek", klärt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz auf. Das sei ein Reliquienschrein. Das Objekt ist wie ein Altar aufgebaut, im Inneren befindet sich aber kein Heiligenbild, sondern kleine Säckchen. "Wir haben 16 kleine Einheiten, die in edle Stoffe aus dem 18. Jahrhundert gehüllt sind", sagt der Experte. Jedes Teil sei einem Heiligen zuzuordnen. "Es ist vielleicht keine direkte Reliquie darin, sondern eine Berührungsreliquie." Ganz auflösen könne er dies nicht, da er die Behältnisse sonst öffnen müsste. "Ich habe großen Respekt vor dem tollen Objekt und will nicht zum Zerstörer werden."

"Bares für Rares"-Experte überrascht mit Expertise

Sie habe nicht damit gerechnet, dass das Objekt mehr als 50 Euro bringen würde, erklärt Verkäuferin Haumann. "Jetzt bin ich überfordert", sagt sie und hofft auf mindestens 100 Euro. Das übertrifft Colmar Schulte-Goltz mit seiner Einschätzung um ein Vielfaches. Auch wenn der Aufsatz der Lipsanothek fehle, liege er bei 1700 bis 2000 Euro. "Das ist etwas sehr rares." Die Verkäufer staunen. Doch was sind die Händler bereit zu zahlen?

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Das ist eine top Antiquität", konstatiert Christian Vechtel. Sein Kollege Thorsden Schlößner startet mit 200 Euro, Markus Wildhagen erhöht auf 350. Um die Gebote anzukurbeln, nennt Haumann den Schätzpreis. "Ich glaube, wir kommen da nicht bei", sagt Schlößner. "Das ist exorbitant. Ich hätte noch 800 Euro gegeben." Schließlich einigen sich er und die Verkäufer auf 1000 Euro. Ein Preis, mit dem beide glücklich nach Hause gehen.

mai

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