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"Bares für Rares" Poker im Händlerraum – dieser Verkäufer verhandelt richtig

"Bares für Rares"-Händler Sven Deutschmanek (l.) und Moderator Horst Lichter freuen sich über die ungewöhnliche Schaufensterpuppe von Jogi Heinze.
"Bares für Rares"-Händler Sven Deutschmanek (l.) und Moderator Horst Lichter freuen sich über die ungewöhnliche Schaufensterpuppe von Jogi Heinze.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" kommt es nicht nur auf gute Objekte, sondern auch auf das Geschick der Verkäufer an. Jogi Heinze macht mit einer Schaufensterpuppe vor, wie das geht.

"Ich denke mal, dass das schon ein Schätzchen ist", sagt Jogi Heinze aus Essen. Der 55-Jährige kommt mit einer Schaufensterpuppe zu "Bares für Rares". Im Internet habe er bereits den Hersteller recherchiert. Das Objekt stamme von der Firma Moch aus Köln, die für ihre außergewöhnlichen Puppen bekannt sei. "Die habe ich gekauft für eine Ausstellung. Das passte dann aber nicht", sagt Heinze, der bereits eine bestimmte Preisvorstellung hat. Doch zuerst kommt der Experte zu Wort.

"Eine wunderschöne Schaufensterfigur", sagt "Bares für Rares"-Sachverständiger Sven Deutschmanek. Sie stamme tatsächlich von Franz Moch, der einer der ersten war, der seit 1907 Schaufensterpuppen gefertigt habe. Das vorliegende Objekt sei in gutem Zustand und belege die hervorragende Qualität der Fabrikation. Die Puppe stamme aus den 50er Jahren. "Davor haben die meist düster geschaut, doch nach dem Zweiten Weltkrieg wollte man was Zuversichtlicheres haben", erklärt Deutschmanek. Deshalb sei der Gesichtsausdruck lächelnd.

"Bares für Rares"-Experte und Verkäufer einig

Zwischen 500 und 600 Euro hätte Heinze gerne für seine Schaufensterpuppe. Ein stolzer Preis, doch Experte Deutschmanek ist einverstanden – fast. Er schätzt der Wert auf 400 bis 500 Euro. "Das ist absolut realistisch." Was er selbst einst für die Puppe bezahlt hat, verrät Heinze nicht, doch er ist mit dem Preis einverstanden und will sein Glück bei den Händlern versuchen.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

"Ich gehe erstmal mit meiner Schmerzgrenze von 600 Euro rein", sagt der Besitzer vorm Händlerraum. Doch die Händler starten verhalten. Julian Schmitz-Avila bietet 150 Euro, Markus Wildhagen erhöht auf 250 Euro. Doch mehr Interessenten gibt es nicht. Besitzer Heinze pokert. "450 Euro habe ich mir schon vorgestellt", sagt er. Wildhagen überlegt und stimmt dann zu. "Von mir kriegen sie die 450 Euro." Die Puppe bekommt auch gleich einen Namen: Susanne Steiger tauft ihn auf Willi.

"Es hätte ein bisschen mehr Geld sein dürfen", sagt Besitzer Heinze über den Verkauf. Trotzdem fährt er nicht unzufrieden nach Hause. "Das ist in Ordnung."

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