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"Bares für Rares": "Da trank er seinen Tee draus" – die Buchstaben "SMY" verraten, wem dieses Porzellan gehörte

Eine schlichte Tee- und eine Milchkanne aus Porzellan und alle drehen durch: Bei "Bares für Rares" steht ein Porzellanservice mit den Buchstaben "SMY" zum Verkauf. Die Auflösung liefert der Experte.

"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel untersucht die Milchkanne, Moderator Horst Lichter lässt sich von Verkäufer Uwe Fischer die Herkunft der beiden Stücke erklären.

"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel untersucht die Milchkanne, Moderator Horst Lichter lässt sich von Verkäufer Uwe Fischer die Herkunft der beiden Stücke erklären.

ZDF

Der Wert von Porzellan ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Selbst edle Stücke aus namhaften Manufakturen finden kaum noch Käufer. Die Milch- und Teekanne, die Verkäufer Uwe Fischer zu "Bares für Rares" bringt, dürfte bei Sammlern allerdings für Freudensprünge sorgen. Der Grund sind die simplen Buchstaben "SMY".

"Ich habe die beiden Stücke von meiner Großtante geerbt", erklärt Fischer die Herkunft des Porzellans. "Die haben dort ganz hinten versteckt im Geschirrschrank gestanden", sagt er. "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel erklärt die abgebildeten Wappen und Inschriften. "SMY steht für Seine Majestät Yacht", denn das Porzellan stamme von der Yacht von Kaiser Wilhelm II., der "Hohenzollern".

"Meinste da hat der Kaiser mal seinen Tee draus bekommen?", fragt Horst Lichter. "Das ist gut möglich", sagt Kümmel. Aber vermutlich sei es seit dem zumindest einmal geputzt worden, fügt er ironisch hinzu. Das Bordgeschirr sei unbeschädigt und von der Manufaktur KPM hergestellt worden. Es sei auf dem Schiff der Kaiserfamilie zum Einsatz gekommen und 1908 und 1912 gefertigt worden.

"Bares für Rares"-Experte geht von vierstelligem Preis aus

Aber was ist dieses Service heute wert? "Mein Wunschpreis liegt bei 1200 Euro", sagt Verkäufer Fischer. Ganz schön viel für zwei Porzellankännchen. Doch Kunsthistoriker Kümmel liegt sogar höher. "Hierfür interessieren sich nicht nur Porzellanfans, sondern auch Militariasammler", sagt er. Allein ein Teller aus dem gleichen Service würde für 500 Euro gehandelt werden. Deshalb halte er 1300 bis 1500 Euro für einen realistischen Preis.

Gruppenfoto der "Bares für Rares"-Experten

Auch die Händler sind von den beiden Raritäten begeistert. "Fabian Kahl startet mit einem Gebot von 500 Euro. Das löst bei Verkäufer Fischet nur ein mildes Lächeln aus. Doch auch Steiger und Wolfgang Pauritsch interessieren sich für die beiden Stücke. "Ich biete 1000 Euro", sagt Steiger. Pauritsch hält mit. Bei 1550 Euro kommt Steiger ins Grübeln. "Ich bin mir sicher, dass der Kaiser seinen Tee daraus getrunken hat", sagt die Händlerin und erhöht auf 1600 Euro. Dafür erhält sie den Zuschlag.

"Das übertrifft meine kühnsten Erwartungen", freut sich Verkäufer Fischer. "Ich bin glücklich."

mai