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Über 5000 Prozent – Flohmarktfund für 30 Mark entpuppt sich als Sensation

Lars Kauter steht im Studio von "Bares für Rares" in Pulheim
Verkäufer Lars Kauter ist baff: Die Expertise bei "Bares für Rares" fällt viel höher aus, als er erwartet hat.
© ZDF
Ein Flohmarktfund weckt die Aufmerksamkeit der "Bares für Rares"-Händler. Die wittern in der Brosche, die 30 D-Mark kostete, eine Sensation.

Mit einem ungewöhnlichen Stück kommt Lars Kauter zu "Bares für Rares". Der Berufsschullehrer aus Herne möchte eine Brosche in der ZDF-Trödelshow verkaufen. "Sie ist sehr filigran gearbeitet", sagt der 50-Jährige über das Stück, das seine Mutter einst für 30 D-Mark auf dem Flohmarkt ergatterte. Der 50-Jährige hofft, dass die Brosche mehr wert sein könnte. Doch mit dieser Sensation hatte selbst er nicht gerechnet.

"Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz glaubt, dass die Brosche aus Russland stammt. Der auf dem Porträt dargestellte Mann ähnele zwar Friedrich-Wilhelm von Preußen, die Uniform deute jedoch auf Alexander I. hin. "Was ich sehr aufregend finde ist die kleine Signatur", sagt Horz. Denn das Porträt stamme von Jean-Baptiste Isabey, einem der bedeutendsten Miniaturmaler seiner Zeit. Er sei besonders begehrt gewesen, weil er Personen jünger und hübscher darstellte, als sei eigentlich waren. Vermutlich sei das Porträt in den 1820er Jahren auf Elfenbein gemalt und in Silber eingefasst worden.

"Bares für Rares"-Händler zweifeln Echtheit an

200 bis 300 Euro hätte Besitzer Kauter gerne für die kleine Brosche. Im Vergleich zum Kaufpreis von 30 D-Mark eine gewaltige Steigerung, Doch Expertin Horz überrascht mit einer noch höheren Schätzung. Obwohl der Zustand nicht einwandfrei sei, gehe sie von 800 bis 1000 Euro aus. "Ein Haufen Gewinn", sagt "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter trocken. Doch was sind die Händler bereit zu zahlen?

"Das könnte etwas Adliges sein", sagt Händlerin Susanne Steiger. Doch Daniel Meyer hegt Zweifel an der Herkunft der Brosche. Zwar sei Isabey vermerkt, doch "der malte um ein Vielfaches besser". Er startet mit einem Gebot von 250 Euro. Doch die Verhandlungen laufen zäh. "Wenn es tatsächlich ein echter Isabey ist, könnte das schnell auch fünfstellig wert sein", gibt Steiger zu Bedenken. Besitzer Kauter kommt ins Grübeln. "Dann möchte ich es lieber nochmal schätzen lassen", sagt der Besitzer.

"Den habt ihr jetzt verrückt gemacht", glaubt Walter "Waldi" Lehnertz. Doch Kauter ist mit seiner Entscheidung zufrieden. "Es ist spannend und ich suche nach einem Experten, der die Brosche öffnet. Schauen wir mal."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 20. Oktober 2020. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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