HOME
TV-Kritik

ARD-Comedy-Show: Goldener Dildo für 3500 Dollar: Carolin Kebekus zeigt, wie mit Feminismus Geld verdient wird

Sie ist eine leidenschaftliche Feministin. Aus diesem Grund ist es Carolin Kebekus schwer erträglich, wenn Firmen mit dieser Überzeugung Geld verdienen wollen. In ihrer Show hat sie einige Beispiele auseinander genommen. 

Carolin Kebekus

Carolin Kebekus zeigt, wie sich Firmen mit dem Thema Feminismus schmücken, um Geld zu verdienen.

"Feminismus ist angesagt, Feminismus ist überall, Feminismus ist der heiße Scheiß": Gleich zu Beginn ihres Beitrags machte Carolin Kebekus klar, worum es in den folgenden acht Minuten geht: wie eine Bewegung für finanzielle Interessen ausgeschlachtet wird. Schließlich sei "Feminismus DAS Accessoire der Saison." 

Um zu verdeutlichen, worum es ihr geht, zeigte die Comedienne die Kampagne eines bekannten Burger-Braters zum Weltfrauentag. "Wenn Sie für Frauenrechte sind, essen Sie diesen Burger", so die Botschaft des Clips. Kebekus nennt weitere Unternehmen, die sich Feminismus auf die Fahnen geschrieben haben - und die alle vor allem eines gemeinsam haben: Sie werden von Männern geführt. "Er springt einen förmlich an, dieser Wunsch, Frauen in der Welt ganz weit nach vorne zu bringen", kommentiert Kebekus den Anblick all der männlichen Firmenlenker. 

Brustimplantate für Feminismus

Und zieht den nahe liegenden Schluss: "Nennt mich eine Verschwörungstheoretikerin, aber ich habe den Verdacht, dass die sich das Thema nur an die Männerbrust heften, um Kohle zu verdienen." Als Beispiel führt sie ein schlichtes weißes Dior-T-Shirt mit dem Aufdruck "We should all be Feminists" an - mit dem Frauen für knackige 550 Euro ihre gute Gesinnung zum Ausdruck bringen können. Mit dem Label Feminismus versuche man Frauen alles zu verkaufen, so Kebekus. In England sogar Brustimplantate. 

Auf die Spitze getrieben hat die Kunst, mit pseudo-feministischer Haltung Geld zu verdienen, aber Gwyneth Paltrow. Ihre Firma Goop wird auf 250 Millionen Dollar geschätzt. Bekannt wurde Goop mit einem Jade-Ei, das frau sich in die Vagina einführen soll. Die behauptete "heilende Wirkung" konnte aber nie nachgewiesen werden. Kebekus entdeckt eher ein anderes Problem: "Wenn da was kaputt geht, kriegt das mit dem Eisprung ne ganz neue Bedeutung."

Carolin Kebekus knöpft sich Gwyneth Paltrow vor

Der Shop hat aber noch andere Luxusobjekte im Angebot: einen goldenen Dildo für 3490 Dollar. Topseller ist eine Kerze, die nach Gwyneth Paltrows Vagina duften soll. Warum auch nicht: "Früher gab es Kerzen, die haben nach Moschus gerochen, heute gibt's welche, die riechen nach Muschis."

#PassTheMic: Corona-Experten übernehmen Insta-Accounts dieser Stars

Kebekus gibt zu, es sei ja grundsätzlich eine gute Idee, Frauen ein besseres Körpergefühl zu vermitteln. Aber doch nicht, indem man ihnen schon wieder etwas verkaufen will, das sie zu besseren Frauen machen soll. Ihr flammender Schlussappell: "Feminismus kann man sich nicht kaufen." Damit sollte zu dem Thema eigentlich alles gesagt sein.

che