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Satire-Show: "South Park" gibt Trump-Witze auf: "Wir können da nicht mithalten"

Die Kult-Serie "South Park" ist dafür berüchtigt, ohne jeden Respekt alles und jeden auf's Korn zu nehmen. Nur beim neuen US-Präsidenten Donald Trump ist Schluss - weil sich die Macher nichts Absurderes ausdenken können.

Donald Trumps Karrikatur bei South Park

Bei "South Park" besuchte der Trump-Verschnitt Mister Garrison schon das Pentagon

Schon seit der ersten Folge machte "South Park" Schlagzeilen. Die Zeichentrickserie um vier Kinder aus dem Titel gebenden Kaff sorgte mit vulgären Gags jenseits aller Schmerzgrenzen für Debatten. Der Ton blieb zwar derselbe, die Serie entwickelte sich aber immer mehr zum großartigen Gesellschaftskommentar, nahm Scientology und die Waffenlobby auseinander. Nur bei US-Präsident Trump verschlägt es selbst den "South Park"-Machern um Trey Parker und Matt Stone die Sprache.

Eigentlich waren die beiden beim australischen Sender 7:30 zu Gast, um über ihr Musical "The Book of Mormon" zu sprechen. Am Ende des Gesprächs ging es dann aber darum, wie ihr Humor zu den aktuellen politischen Geschehnissen passt. "Es ist gerade wirklich schwierig", erklärt Trey Parker. "Satire ist Realität geworden. Es ist wirklich, wirklich schwer, sich da noch drüber lustig zu machen.

 


Die Realität ist witziger

Die letzte, mittlerweile zwanzigste Staffel ging Anfang Dezember zu Ende. "In der letzten Staffeln haben wir wirklich versucht, über alles Witze zu machen - aber wir konnten einfach nicht mithalten", so Parker. "Was wirklich passiert, ist viel lustiger als alles, was wir uns ausdenken können. Wir haben entschieden, einfach einen Schritt zurückzutreten - und sie ihre Comedy machen zu lassen."

Von Zensur kann aber keine Rede sein: "Wir waren nie Opfer von Zensur. Wir haben eigentlich immer nur Furz-Witze gemacht - und Leute haben Geld nach uns geworfen", so Parker.  Auch Trump hatten Parker und Stone zu genüge aufs Korn genommen. In der letzten Staffel von "South Park" trat an Trumps Stelle Lehrer Mister Garrison mit dem berühmten gebräunten Gesicht und der markanten gelben Frisur an. Die bekam er in einer Szene aufgesetzt wie "Star Wars"-Schurke Darth Vader seinen Helm.

Wie genau es bei "South Park" weitergehen wird, ist nicht bekannt. Vielleicht überlegen es sich die Macher ja noch mal mit den Trump-Scherzen. Oder sie knöpfen sich tatsächlich einfach andere Themen vor.

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