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Interview

Dschungelcamp-Dritte Tina York: "Ich bin froh, dass die Zuschauer mich zum Umdenken bewegt haben"

Tag für Tag bat sie die Zuschauer, nicht mehr für sie anzurufen - doch die ignorierten ihr Flehen und wählten Tina York bis ins Finale des Dschungelcamps. Im Interview verrät die 63-Jährige, wieso sie darüber letztlich froh ist.

Dschungelcamp 2018 Tina York Tag 11

Tina York: Sie ist Menschenfreund. Sie denkt, bevor sie spricht. Sie hört zu und macht sich ihren Reim darauf. Sie leidet, aber im Stillen. Sie ist ein Menschenfreund, trotz allem.

Frau York, herzlichen Glückwunsch zum dritten Platz beim Dschungelcamp 2018. Hätten sie damit im Vorfeld gerechnet?
Nein, ich hab ja dauernd die Zuschauer gebeten, nicht mehr für mich zu stimmen. Und das habe ich auch ganz ehrlich gemeint. Aber dann habe ich mir überlegt: Hey, die rufen alle für dich an, das ist doch entzückend. Die ignorieren einfach deine Bitte und wollen dich drinhaben. Also gut. Dann habe ich die Dschungelprüfung gestern Abend gemacht und war so stolz auf mich. Ich bin glücklich, dass ich das alles geschafft habe.

Man hatte lange Zeit den Eindruck, dass die Zeit im Dschungel für Sie eine Qual ist. Was war der Moment, ab dem Sie es doch noch genießen konnten?
Eine Qual war es überhaupt nicht. Das ist der falsche Eindruck. Aber mein Start war schwierig: Ich hatte gleich dieses Schwimmen. Das hat mich all meine Kraft gekostet. Ich brauchte zwei Tage, bis ich mich davon erholt habe. Ich stand unter Schock und hatte ärztliche Betreuung. Ich habe deswegen auch mit offenen Augen geschlafen – das habe ich in meinem Leben nicht gemacht.

Hat Ihnen der Zuspruch der Zuschauer in Deutschland Kraft gegeben?

Ja, dass die Zuschauer immer wieder für mich angerufen haben, hat mich bestätigt. Ich muss aber auch sagen, wir waren eine tolle Clique im Camp. Wir haben uns prima verstanden, es gab keine Zickereien. Wir haben zusammen gelacht, Spiele gemacht, und wir haben zusammen gesungen. Es gab wunderschöne Stunden. Schlecht wurde es, als es dann in der zweiten Woche nur geregnet hat. Dann waren die Betten feucht, die Kopfkissen, die Haare waren nicht mehr zu bändigen. Das war schon eine schwierigere Situation. Als dann der ein oder andere ging, war man auch traurig.

Haben Sie vor, mit dem neuen Ruhm Ihre Gesangskarriere wieder in Schwung zu bringen oder ist das Kapitel für Sie abgeschlossen?
Nein, das war nie abgeschlossen. Ich habe immer gesungen. Ich hoffe, durch das Dschungelcamp habe ich mehr Chancen, gehört zu werden.

Haben Sie schon mit Ihrer Schwester Mary Roos gesprochen?
Ich habe mit Mary noch nicht gesprochen, weil ich gar nicht dazu komme, mein Handy anzuschalten. Aber das werde ich noch nachholen. Ich werde Sie sprechen.

Glauben Sie, dass in den zwei Wochen im Dschungelcamp dauerhafte Freundschaften entstanden sind?
Wir werden uns auf jeden Fall treffen, wenn wir in der Nähe sind. Dafür war die Zeit im Dschungel zu abenteuerlustig. Es war einfach schön mit den anderen. Es wird nicht heute oder morgen ändern. Wir tauschen Nummern aus.

Wer ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?
Sydney Youngblood war unglaublich goldig. Natascha Ochsenknecht ist genau mein Fall. Sie ist keck, sie ist frech, sie setzt den Punkt. Das mag ich sehr gerne. Sie ist offen und herzlich.

Sie bereuen den Entschluss, ins Dschungelcamp zu gehen, also nicht?
Nein. Ich bin sehr froh, dass die Zuschauer mich weiter gewählt und zum Umdenken bewegt haben.

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