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Dschungelshow, Tag 14 "Aua, aua, aua, meine Eier" – Platzangst in luftiger Höhe

Filip Pavlovic
Filip Pavlovic kämpft bei der Dschungelprüfung mit Höhenangst
© TVNOW / Stefan Gregorowius
Einmal werden wir noch wach, heissa, dann ist Finaltach. Wie schon im ersten Halbfinale gab es auch in der zweiten Vorschlussrunde keinen Zoff, stattdessen knallharte Kompetischn. Und einen neugierigmachenden Final-Appetizer hielt RTL auch noch bereit.
Von Ingo Scheel

Wo rohe Kräfte sinnlos walten, kann kein Slip die Hoden halten. "Meine Eier sind eingeklemmt", entfuhr es Filip in luftiger Höhe, und allein beim Anblick seiner Gurtverschnürung im Körpermittenbereich dürfte dem einen oder anderen Zuschauer die Stimme schon zwei Oktaven nach oben gerutscht sein. Aber der Reihe nach: Wer das Halbfinale am Vortag gesehen hatte, wusste, was von der zweiten Semi-Sause zu erwarten war. Das Tiny Häuschen stand auch diesmal verwaist und leer, stattdessen nahmen die vier hoffnungsvollen Fast-Finalisten erst einmal auf Campingstühlchen im Studio Platz.

Djamila, die wohl in den Spiegel geschaut hatte und versprach, erstmal nichts mehr an den Lippen machen zu lassen, "mindestens ein halbes Jahr". Sam, dessen Haare mittlerweile aussehen, als könnte Semino Rossi bei einer Klage auf Copyright-Verletzungen gute Aussichten haben. Filip, der nicht nur auf diesen Seiten, sondern nun auch ganz offiziell beim RTL unter Eminem firmiert. Und Christina, deren Vater sich wohl mittlerweile auch ein wenig mit den fickalistischen Anwürfen seiner Tochter beschäftigt hatte.

Dschungelcamp

Christinas Sprachen: "Deutsch, Griechisch und Fickdich"

Das übliche Wie-wars-für-Dich-Geplänkel brachte nicht wirklich Neues zu Tage. Sam hat sich wie im "Escape Room" gefühlt, wo er doch sonst nur in Luxushotels absteigt. Djamila war mit nichts als ihren Lippen gekommen und verspürte nun fast therapeutische Wirkung: "Mir geht es in dieser wunderbaren Gruppe einfach wahnsinnig gut". Filip fand alles viel besser als gedacht und Christina – ihre Sprachen "Deutsch, Griechisch und Fickdich" – gefiel die Toilette am besten. Nun denn, der perfekte Zeitpunkt, um hier mal mit dem Darwinschen Sieb durchzugehen und zwei Nasen zu kicken.

Der Ort des Geschehens, der "Mount Efferen", ragte satte 14 Meter in die Höhe, ganz oben ein Laufband mit feinster Down-Under-Perspektive und König Kasalla, der I., Thorsten Legat, im feinen Camouflage-Zwirn. Seine Aufgabe: gewohnt grimmig gucken, ein, zwei Mal in die Nacht brüllen und die drei Geschwindigkeitsstufen des Laufbandes jeweils nach einer Minute beschleunigen. Sportprüfungen rund ums Camp sind ja so eine Sache, es zieht sich oftmals, ohne dass viel passiert. Woanders werden Känguruh-Augen verdrückt, im körperbetonten Wettkampf gibt es derlei Grenzwertiges selten zu sehen.

Die Prüfung "Läuft bei dir" bildete da direktemang eine Ausnahme, dieses Fitness-Aggregat, fast freischwebend im nächtlichen Hürther Himmel, sorgte selbst mit Wollmützchen und Daunendecke für wohliges Frösteln. Drei Intervalle galt es durchzuhalten, normal, mittel und schnell, jeweils 60 Sekunden, drei Sterne waren so zu erkämpfen. Theoretisch jedenfalls, denn wie Sam da als haderndes Hühnchen die Treppen emporstieg, das ließ auf wenig brauchbare Ergebnisse schließen. Es kam dann aber doch ganz anders, immerhin zwei von den gelben Dingern konnte Dylan sich oben auf dem Watchtower erjoggen. Hut ab.

Nicht ganz so fulminant lieferten die beiden Damen. Zunächst hatte sich Djamila, von Busenfreund Filip noch einmal zärtlich anmotiviert, auf den Weg nach oben gemacht. Auf dem Laufband hielt es sie dann leider nicht allzu lange aus. Noch in der Aufwärmphase kippte sie mit einer Bewegung, die sonst nur Betrunkene machen, wenn sie auf dem Heimweg vom Dorffest seitwärts ins Gemüsebeet fallen, von der Rampe und baumelte anschließend über dem Asphalt. Für Christina war nicht einmal das drin, die Höhe zu hoch, kein Geländer am Laufband, da war nix zu machen. Abritt, wieder runter, kein Stern. 

Dschungelshow: Filip holt alle drei Sterne

Das Gegenteil davon, nämlich alle drei Sterne, holte Filip am Ende. Dem hatten sie in der RTL-Garderobe den Sicherheitsgurt im Beckenbereich so unnachgiebig drapiert, dass der nicht nur "Kasalla" in die Nacht brüllte, sondern auch in Sorge um zukünftige Familienplanung geriet: "Meine Eier sind eingeklemmt, verdammte Scheisse. Meine Eier, meine Eier, aua, aua, aua", so schallte es vom Turm. Rapunzel, lass’ deinen Sack hinunter, am Ende ging dann aber doch alles gut. Durchgelaufen, durchgehalten, Sterne eingesackt, hätte ich fast geschrieben, also ... drei Sterne, wofür auch immer, aber natürlich völlig verdient.

Mit den Gästen Marc Terenzi und Kader Loth gedachte man dann noch kurz der legendären elften Staffel mit Malle-Jens, Alexander "Honey" Keen, Hanka, Florian Wess und Gina-Lisa, bevor das Urteil erging und die zwei Finalisten verkündet wurden: Filip mit den meisten Stimmen, dazu Djamila, das Überraschungs-Ei, die beiden Glücklichen, die nun im Endspiel um einen Platz unter australischer Sonne kämpfen. Zum Schluss dann noch eine Prise Sürprise: Ähnlich wie Lukas Cordalis im ersten Halbfinale lässt man beim RTL auch in der großen Endsause noch einen Promi vom Stapel und vergibt eine weitere Wildcard für das kommende Camp. Man darf gespannt sein. (Keine Ironie).


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