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"Die große Dschungelshow" "Was war das?" – "Hirn": Filip Pavlović reihert sich nach Australien

Filip Pavlovic verließ die "Dschungelshow" als Sieger - und darf nun nächstes Jahr ins echte Dschungelcamp
Filip Pavlovic verließ die "Dschungelshow" als Sieger - und darf nun nächstes Jahr ins echte Dschungelcamp
© Stefan Gregorowius / TV Now
Och nö. Der Bachelorette-Bubi schnappt sich das goldene Ticket fürs Dschungelcamp 2022, während Djamila Rowe in die Röhre glotzt. Aber es gibt Hoffnung für Australien: Mit Harald Glööckler zieht das Bling-Bling in den Busch.
Von Mark Stöhr

Wer nicht kotzt, gewinnt. Das ist die Gewinnerformel fürs Dschungelcamp – in normalen Zeiten. Und dieses Jahr? Raus mit dem Scheiß. Kalbshirn und Kuhauge klöterten in die bereitgestellten Kübel, dass es nur so über den Rand spritzte. Begleitet von einem Würgen und Röcheln aus den tiefsten Tiefen der Magengrube. So stilecht reihern gewöhnlich nur Migränepatienten nach drei Tagen Spannungskopfschmerz oder Junggesellenabschiede aus Nordrhein-Westfalen vorm EC-Automaten auf der Reeperbahn. Das große Brechen 2021. Irgendwie passend zur Gesamtsituation in diesem Spätwinter.

Den Ekel-TÜV bestanden Filip Pavlović und Djamila Rowe im Finale der Dschungelshow gestern nicht. "Das ist nicht euer Ernst", wimmerte der blonde Reality-Azubi, der nächstes Jahr ins echte Camp einziehen wird, während seine Kontrahentin auf einer Portion Mehlwürmern mit Rinderblut rummümmelte. Sie, die Grand Dame der Gesichtschirurgie, arg verprügelt im Botox-Ring des Lebens, hätte ohne Zweifel den Sieg verdient gehabt. In der ersten Finalprüfung fightete sie sich durch einen Wasserparcours voller Kröten und Krebse, bis ihr die Backe blutete, behielt dabei ihren trockenen Humor ("Jetzt seht ihr Cellulite hoch zehn") und setzte obendrein noch ein Zeichen für die Frauenbewegung ("Ich mache das für alle Frauen auf dieser Welt").

Glööckler: "Ich brauche PR"

Zu diesem Zeitpunkt waren auch Lars Tönsfeuerborn und Mike Heiter noch im Rennen. Superlangweilig der eine, übertrieben lässig der andere. Immerhin schrieb sich Mike "Sind meine Haare gut?" Heiter mit einer technischen Innovation in die Geschichte der Show ein: Während sich alle anderen – wie sämtliche Generationen von IBES-Kandidaten davor – mit ihren Zungen an den Sternen abmühten, um sie aus dem Gewinde zu friemeln, pustete sie der Proll-Beau aus Essen einfach raus. Piff-paff. Selten wurde heiße Luft cleverer eingesetzt. Die Zuschauer goutierten das mit den drittmeisten Anrufen.

Damit war aber auch gut mit Kompetischn. Es wurde Zeit für einen Coup. Und RTL lieferte. Harald Glööckler, der Pompöös-Prinz aus der Pfalz, ist eine Hammer-Personalie für die 2022er-Ausgabe. Er verfügt über den Größenwahn und das Styling, die im Dschungel in kürzester Zeit spektakulär kollabieren werden. Bei seiner Vorstellung präsentierte er sich schon mal mit einer Frise, die eine Ahnung davon gab, wie er nach einer Dusche voller Fischschlonze notdürftig trocken frottiert aussehen könnte. Größer in Erscheinung trat der 55-Jährige zum letzten Mal vergangenen Sommer im ZDF-Fernsehgarten. Dort gab er seinen Song "Wir sind VIP" zum Besten, der die ikonische Zeile enthält: "Ich mag Glamour, ich mag Chique, ich denk nie klein, ich denke big". Das war eine Ansage, die nun Monate später in die Zusage fürs Dschungelcamp mündete.

Dschungelcamp

"Ich war das ganze Jahr im Pandemie-Camp", sagte er gestern und bekannte recht freimütig: "Da Kunst momentan nicht stattfindet, brauche ich PR – auch damit es finanziell nicht schlecht wird." Welche beiden Luxusgegenstände er denn mit in den Dschungel nehmen werde, fragten Hartwich und Zietlow. Antwort: "Keine. Mein Luxusgegenstand bin ich selbst." Bling-Bling kommt vor dem Bing Bang. RTL sollte auf jeden Fall schon mal die Kübel bereitstellen.


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