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Dschungelshow Sie wurde in DDR-Heimen misshandelt - Djamila Rowes trauriges Geständnis

Gar nicht happy: Djamila Rowe muss von Prinzessin Xenia von Sachsen und Filip Pavlovic getröstet werden. Bei ihrer zweiten Prüfung wird das vorerst letzte Team von "Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" auf eine harte Probe gestellt.
Gar nicht happy: Djamila Rowe muss von Prinzessin Xenia von Sachsen und Filip Pavlovic getröstet werden. Bei ihrer zweiten Prüfung wird das vorerst letzte Team von "Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" auf eine harte Probe gestellt.
© TVNOW / Stefan Gregorowius / MG RTL D
Djamila Rowe ist nicht nur die gebotoxte Sexbombe: Am Montagabend zeigte die 53-Jährige den Dschungelshow-Zuschauern ihre verletzliche Seite und berichtete von ihrer traumatischen Kindheit in der DDR.

Sie ist die Schrille, plauderte schon kurz nach ihrem Einzug offenherzig mit Prinzessin Xenia von Sachsen und Filip Pavlovic über ihre Schönheitsoperationen, ihre wilden Partynächte in Hamburg und den Penis von Bastian Yotta. Doch am Montagabend zeigte Djamila Rowe den Zuschauern von "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow" ihre verletzliche Seite. Die 53-Jährige erzählte von ihrem Trauma als Jugendliche in der DDR.

Als es um das Thema Quarantäne vor der Show ging, erklärte Rowe ihren Mitbewohnern, dass ihr das schwer gefallen sei und böse Erinnerungen weckte. "Ich war vier Jahre lang weggesperrt", sagte die gebürtige Ost-Berlinerin. Da ihre Mutter aus der DDR geflüchtet war, kam sie mit 14 Jahren dort in ein Heim und wurde von den Aufsehern misshandelt.

Djamila Rowe galt als Kind eines Staatsfeindes

Sie sei in fünf verschiedenen Heimen gewesen, die Endstation sei ein Jugendwerkhof gewesen. Die sogenannten Jugendwerkhöfe waren als Besserungsanstalten berüchtigt. "Ich musste als Kind im Dreischichtsystem in der Fabrik arbeiten", erzählte Rowe. Kurz nach der Republikflucht ihrer Mutter sei sie von heute auf Morgen "von der Stasi einkassiert" worden. "Ich war das Kind eines Staatsfeindes." Insgesamt habe sie vier Jahre, bis zum Alter von 18 Jahren, in Heimen verbracht. "Mit Gittern und eingesperrt."

"Meine Kindheit hat man mir genommen", sagte Rowe. Sie sei von den Aufsehern auch geschlagen worden. Wer sich verweigert habe, dem seien zunächst als Strafe die Haare auf drei Millimeter geschoren worden. Doch auch Schläge seien an der Tagesordnung gewesen. "Alles was man sich vorstellen kann, um jemanden zu erniedrigen oder seinen Willen zu brechen." In der Folge habe sie einen Suizidversuch unternommen. Die Zeit von damals verfolge sie noch immer in ihren Träumen.

Dschungelshow-Zuschauer honorieren Rowes Ehrlichkeit

Hinter der Fassade aus Botox und Hyaluron steckt eine verletzliche und sensible Frau, die Rowe den Zuschauern am Montagabend zum ersten Mal zeigte. Dass sie sich ihren Ängsten auch in der Dschungelprüfung stellte, wurde von den Anrufern honoriert. Vor Pavlovic (Rang 2) und Xenia von Sachsen (Rang 3) bekam sie die meisten Stimmen und darf sich Hoffnungen auf eine Teilnahme im Dschungelshow-Halbfinale machen.

mai

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