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Preisverleihung: "Game of Thrones" und "Mrs Maisel" große Emmy-Gewinner – doch ein Heiratsantrag stiehlt allen die Show

Die große politische Botschaft blieb aus. Die 70. Emmys wagten keinen Seitenhieb auf Donald Trump. Doch immerhin sorgte Regisseur Glenn Weiss mit seiner Dankesrede für einen echten Höhepunkt.

Glenn Weiss macht seiner Freundin Jan Svendsen den Heiratsantrag

Glenn Weiss macht seiner Freundin Jan Svendsen den Heiratsantrag

AFP

Gleich zu Beginn haben sich die Produzenten der 70. Emmy Awards selbst ihr Zeugnis gegeben: "Wir haben's gelöst" ("We solved it") hieß es in einer Tanznummer mit Stars mehrerer Minderheiten, die in Film und Fernsehen immer noch unterrepräsentiert sind. Die schwarzen Schauspieler und Comedians Sterling K. Brown ("This is Us") und Kenan Thompson ("Saturday Night Live"), Latinosänger Ricky Martin und die kanadisch-koreanische Schauspielerin Sandra Oh waren zu sehen und bemühten sich, dem Abend von Anfang an einen Anstrich von Vielfalt mitzugeben.

Doch in den folgenden drei Stunden machten die Juroren der Television Academy diesem Versprechen einen Strich durch die Rechnung. Es siegten alte - und vorwiegend weiße - Bekannte.

"The Marvelous Mrs. Maisel" setzte sich durch

In den Comedy-Kategorien mussten beispielsweise die innovativen Schwarzen-Dramadies "Atlanta" und "Insecure" zurückstecken. Weder in den Darsteller- noch in den Hauptkategorien gewannen sie, stattdessen war die melancholische 50er-Jahre-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" der große Abräumer.

Neben dem Preis als beste Comedyserie gewann auch Rachel Brosnahan in der Titelrolle als aufstrebende Comedian Midge Maisel im New Yorker East Village den Emmy als beste Schauspielerin in einer Comedyserie. Weitere Preise gab es für Regisseurin und Autorin Amy Sherman-Palladino und Nebendarstellerin Alex Borstein. Die charmante Serie kam auf insgesamt acht Preise; sie läuft in Deutschland im Streaming-Angebot von Amazon.

"Westworld" ging fast unter

In den Drama-Kategorien wurde die Fantasyreihe "Game of Thrones" zum dritten Mal als beste Serie ausgezeichnet. Der Schauspieler des "Gnoms" Tyrion Lennister, Peter Dinklage, gewann auch den Preis als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie. Insgesamt kam die Sky-/RTL2-Serie auf neun Auszeichnungen, viele davon allerdings bereits in den am vergangenen Wochenende vergebenen kleineren Sparten wie Makeup und Spezialeffekte.

Großer Verlierer bei den Dramen war der Vorjahressieger "The Handmaid's Tale": 20 Mal war das dystopische Drama über eine nahe Zukunft, in der Frauen brutal unterdrückt werden, nominiert, nur drei Siege gab es. Auch der komplexe Sci-Fi-Western "Westworld" gewann nur vier Preise bei 21 Nominierungen - beide wären mutigere Sieger als "Game of Thrones" gewesen.

Die Gags wollten nicht so recht zünden

Gewohnt gut lief es dagegen für "Saturday Night Live" mit acht Auszeichnungen. Künstlerisch muss das Team um Produzent Lorne Michaels sich aber Kritik gefallen lassen: Zum ersten Mal seit den späten 80er-Jahren wurden sie für die Gags und Laudationen der chronisch quotenschwachen Emmys angeheuert, doch die dreistündige Show litt unter einigen Hängern, die beim Star-Publikum im Microsoft Theater sichtliche Ratlosigkeit hinterließen.

Auffällig auch die Abwesenheit des derzeit häufigsten unsichtbaren Gasts bei US-Award-Zeremonien: Donald Trump. Hatte Robert de Niro noch beim Theaterpreis Tony "Fuck Trump!" in die Mikrofone geschrien, so blieben die Fernsehstars am Montag ungewohnt zahm. Einzig Late-Night-Moderatorin Samantha Bee gönnte sich einen bissigen Seitenhieb und sagte: "Ich schaue gerade immer dieses sehr schockierende dystopische Drama namens "Die Nachrichten". Aber sie müssen wirklich mal die Hauptrolle neu besetzen."

Glenn Weiss machte einen Heiratsantrag

Mehr Eindruck hinterließ da schon Regisseur Glenn Weiss. Er gewann einen Preis für die Inszenierung der Oscarverleihung und nutzte seine Dankesrede für einen Heiratsantrag. An seine im Publikum sitzende Freundin Jan Svendsen gerichtet, sagte er: "Du fragst Dich, warum ich Dich nicht "meine Freundin" nenne. Ich will Dich "meine Frau" nennen." Sie nahm an und er gab danach hinter der Bühne vor der internationalen Presse zu, keinen Plan B gehabt zu haben. Immerhin er löste seine Aufgabe.

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Christian Fahrenbach / sos / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.